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Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 10)

wieder eine Arbeit von ganz unbe- 
schreiblicher Feinheit - ein wahres 
Meisterwerk der Juwelierkunst, das 
aber weniger auf freier Erfindung als 
auf gründlicher Kenntnis guten Stiles 
' beruht. Es ist bemerkenswert, daß die 
Preisrichter hier, wie in allen andern 
Zweigen des Kunstgewerbes, ihr 
Hauptaugenmerk auf stilgerechte und 
solide Behandlung richteten. Solche 
Arbeiten im Sinne des heute schon 
altmodischen „Art-NouveauWStiles, 
wie die Gehänge der Mildred Cadness 
(Manchester) und der Olive Wood 
(Camberwell), die vor etwa fünfzehn 
Jahren den größten Beifall gefunden 
hätten, müssen sich jetzt mit einer 
„lobenden Erwähnung" begnügen. 
Und doch ist besonders letztere sehr 
originell in der Kombination von Sil- 
ber, reichen Schmelzfarben, dunkel- 
blauen Schneckengehäusen, Korallen 
und Barockperlen. Von den langen 
Linien, Verschlingungen und scharfen 
Ecken des übertriebenen Art-Nouveau- 
Stiles ist kaum hie und da noch ein 
 
Die National Competition xgu. Francis R. Smith, 
Morecambe, Kupferbecher 
Echo zu finden, wie etwa bei dem weiß 
emaillierten Silberbeschlag des Parfüm- 
fiäschchens der Mary Binnington 
(Bournemouth). Im übrigen ist das 
Streben mehr auf das genaue 
Studium der Naturformen im go- 
tischen Sinne gerichtet. Birming- 
ham, seit hundert Jahren die 
Wiege des englischen Kunsthand- 
werkers, zeigt auch darin den 
Weg. Es ist bemerkenswert, daß 
von den 1924 Preisen und loben- 
den Erwähnungen, die auf 34g 
Schulen sich verteilen, nicht we- 
niger als 181 _ also zirka neun 
Prozent - den Schulen Birming- 
hams zuf-ielen. Speziell bei Metall- 
 
_ _ Die National Competixionxgx x. Eftie Luke, Dublin, Leuchter 
und Goldschmiedearbeiten und aus Kupfer und Email
	        

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