MAK

Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 12)

"a1 
die diese verschiedenartigen Zwecken dienenden Räume zusammenschließt, 
die vortreffliche Materialbehandlung in den von Ludwig Schmitt ausgeführten 
Lamberien und Möbeln, die starke farbige Note des vorwiegend für eine Be- 
nutzung am Abend bestimmten Ensembles zeigen eine reife Leistungsfähigkeit. 
Reizvolles Material gestattet eine weitgehende Vereinfachung der Form- 
gebung, und gerade in der diesjährigen Folge von Innenräumen ist beson- 
ders häufig aus den Materialwirkungen schöner Holzgattungen, farbiger 
Stoffe eine gute Wandbehandlung abgeleitet. 
Der Teesalon in kaukasischem Nußholz von K. Klaus (ausgeführt von 
F. Klaus) bringt das Holz zur bemalten Wand in Gegensatz, während das 
Speisezimmer in Nuß- und Goldeschenholz von Maur. Hergesell (ausgeführt 
von Anton I-Iergesell) ganz von der reizvollen Wirkung der Wandflächen 
aus polierten Hölzern bestimmt ist und O. Prutscher in der von Bothe und 
Ehrmann ausgeführten Halle mit Stiegenaufgang, geräucherte matte Eiche, 
geschnitzte Flachornamentik und polierte Füllungen kombiniert. In dem 
Herrenzimmer, das von der genossenschaftlichen 
Warenhalle der Tischlermeister Wiens nach 
O. Holubs Entwurf ausgeführt ist, tritt schwarz 
gebeizte Eiche in Verbindung mit tiefen Stoff- 
wirkungen an großformigen 
Möbeln, die dem Raum das 
farbige Leben geben. 
Alfred Keller verwendet 
schwarz poliertes Bimholz und 
Goldleisten für einen großen 
Wartesalon (ausgeführt von 
Klöpfer)und sucht durch eine 
Wandverkleidung aus blau- 
grünen Steinzeugfliesen das 
farbige Gegengewicht zu er- 
zielen. Fritz Zeymer stellt dem 
 
Ausstellung österreichischer Kunslgewerbe. Kaffeeservice, Form entworfen von dem Professor der Kunst- 
gewerbeschule Architekten josef Hoffmann, Dekor entworfen vom Architekten Professor Emanuel Margold, 
ausgeführt von josef Bück (Urheberrechte vorbehalten) 

	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.