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Volltext: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 12)

Galerie Georges Petit am meisten Zuspruch. Von allem tritt hier Meister Raffaelli in den 
Vordergrund mit verschiedenen gelungenen Ansichten von der Seine in Paris und seinen 
äußerst typischen Darstellungen gewisser Exzentrizitäten des Pariser Lebens. Sehr hübsch 
sind die Abdrücke auf Pergament von Camille Fonce. Die meisten Künstler behandeln 
hier die Landschaft in der Aquarellmanier, während iigurale Darstellungen eher nach dem 
Vorbild gewisser humoristischer englischer Gravüren geartet sind. Jean Geoffroy wirkt 
erfreulich mit seinen Pariser Kinderszenen. Die Bretagne ist mit Le Gout-Gerard und 
Loys Glock auf das beste 
vertreten. Ein reizendes 
Porträt (Marquise de X) von 
Rapha ist in der Art des 
XVIII. Jahrhunderts ge dacht 
und ausgeführt. Ferner sind 
noch bemerkenswert die Ar- 
beiten von Robbe (Pariser 
Szenen) und von Boutet de 
Monvel. Sehr interessant ist 
es, bei dieser Ausstellung 
über die diversen Repro- 
duktionsverfahren Verglei- 
che anzustellen, und dem 
Publikum ist hier reich- 
lich Gelegenheit geboten, 
hübsche moderne Weih- 
nachtsgeschenke auszuwäh- 
len. Von den Sonderausstel- 
lungen will ich hier nur die- 
jenigen erwähnen, welche 
sich durch besondere Eigen- 
schaften oderUmstände aus- 
zeichnen. 
Die Ausstellung Sacha 
Guitry (Galerie Bernheim) 
wurde viel besprochen, weil 
der junge Künstler, der vor 
allem Schriftsteller und 
Schauspieler ist, zu den 
merkwürdigsten Pariser Ta- 
gesberühmtheiten gehört. 
Hier hat sich seine ironische 
Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe. Stoff, entworfen von J. Witz- 
mann, ausgeführt von Johann Backhausen 8: Söhne (Entwurf gesetzlich _ _ _ 
geschützt) Weltanschauung in einigen 
köstlichen Karikaturen be- 
kannter Persönlichkeiten ausgetobt. Es liegt ungeheuer viel Humor und Beobachtungsgabe 
in diesen Spielereien eines Schriftstellers, und einige ganz neue Ideen sollte man lieber 
nicht vom Standpunkt der Malkunst, sondern nur aus der Welt des Gedankens heraus 
beurteilen. Th- KB111181" 
ALERISCHE PERSPEKTIVE VON GUIDO HAUCKW Ein literarisches 
Denkmal wurde dem abgeschiedenen Pfadfinder Guido Hauk vor Jahresfrist ge- 
schaffen. Kindesliebe sammelte und veröffentlichte die Aufsätze, deren sich der Gelehrte bei 
seinen Vorträgen bediente. Ein reiches, äußerst korrekt gearbeitetes, zeichnerisches Demon- 
Y Berlin, jul. Springer, igio. B".
	        

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