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Full text: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 3)

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der heiligen Irene; St. Barbara vor ihrem Turm; eine Heilige in freier Land- 
schaft kauernd und betend; Beisetzung einer Heiligen in einer Kirche. (Die 
Übereinstimmung dieser heiligen Frauen mit den weiblichen Heiligen des 
Florianer Altars ist schon Harnpe aufgefallen.) Hübsch ist zu sehen, wie der 
Meister, um seinem lebhaften Erzählerdrange zu genügen, das Seiende in 
Handlung umsetzt. Er zeigt zum Beispiel Barbara nicht vor dem fertigen 
Turm, sondern neben dem Turmbau, den er mit lebhafter Anschaulichkeit 
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verführt. Überhaupt ist er hier auf der Höhe seines Könnens und scheut vor 
Schwierigkeiten, wie zum Beispiel der Verkürzung des Pferdes, das die nackte 
heilige Irene schleift, nicht zurück. Nicht nur Landschaften, auch Interieurs 
weiß er überzeugend zu gestalten, perspektivische Wirkungen sind ihm 
wichtig, und der Gewandbehandlung gewinnt er große dekorative Reize ab. 
Wie prachtvoll omamental ist zum Beispiel der windgeblähte goldene 
Mantel der Heiligen, die in der Landschaft betet, als Folie um ihr Haupt 
gelegt! Die liebenswürdige Kleinmalerei fällt auch hier auf, desgleichen der 
eine oder andere Charakterkopf (wie zum Beispiel des ruhig die Arme
	        
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