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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 4)

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gebracht, ebenso das persönliche 
Wappen des jeweiligen Abtes. Die 
drei Schilde werden zwischen der 
Mitra und dem Abtstab von einer 
meist fünf blättrigen Laubkrone über- 
höht, über welcher in den Siegeln 
mancher Äbte vier Rosen schwe- 
ben, die wahrscheinlich zum Ma- 
rienkultus Bezug haben. 
Abt Cölestin Brader (1867 bis 
1894) ließ sich sein Wappen vom 
k. k. Ministerium des Innern durch 
ein Wappenplakat d. d. Wien, am 
x I. Juni 1889, bestätigen. Das Wap- 
penbild zeigt den Schild des heiligen 
Bernhard, des Stiftes und des Abtes, 
2, 1 gestellt, von einer goldenen 
Laubkrone überhöht. (Abb. 40). 
Das schöne Konventsiegel mit der 
Madonna, siehe Abbildung 38,wurde 
leider aufgegeben und durch ein 
künstlerisch minderwertiges ersetzt, das den Schild des heiligen Bernhard 
aufweist, hinter welchem der Heilige, mit Buch und Pedum in den Händen, 
emporwächst. In einem Kontrasiegel aus dem XV. Jahrhundert findet sich 
ebenfalls der Schild des heiligen Bernhard mit dem Schachbalken vor, und 
zwar innerhalb der Curvatura des Pedums untergebracht, siehe Abbildung 4x. 
Als I-Iausfarben des Stiftes Stams sind die Tinkturen Gelb -Weiß zu betrachten, 
die wahrscheinlich den beiden oberen Feldern des Stiftswappens entnommen 
wurden. 
MARIASTERN. 
Wappen: Schild geviert mit Herzschild, der in Schwarz einen von Rot und 
Silber in zwei Reihen geschachten Schrägrechtsbalken aufweist (St. Bern- 
hard); im ersten Felde in Blau ein goldener, sechsstrahliger Stern (Maria- 
stern), im zweiten in Schwarz, das Feld mit goldenen Schrägschindeln bestreut, 
ein silberner Löwe (Feldbach), im dritten goldenen die Madonna mit dem 
Jesuskinde (Kalchrain) und im vierten Felde in Blau eine goldene Lilie 
(Dänikon), Abbildung 42. 
Dieses im Norden von Vorarlberg zu Gwiggen bei Hohenweiler an der 
Laiblach, zwei Stunden von Bregenz gelegene Zisterzienserinnenstift Maria- 
stern - Maria stella - wurde am 28. Oktober 1856 von den Zisterzien- 
serinnen von Kalchrain, später auch von den Frauen zu Feldbach und 
Dänikon im Kanton Thurgau bezogen. 
Das Kloster Mariazell am Kalchrain (Cella B. M. ad Clivum Calcarium), 
unweit von Frauenfeld auf einer Anhöhe 0b Hüttwylen im Kanton Thurgau 
Abb. 40. Wappen des Abtes von Stams, Cölestin Bruder, 
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