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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 4)

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vielmals seinen Herrn. Im Jahre 1873 wurde der 
Bloshof um 57.500 Gulden von Paul Ritter von 
Putzer erworben, der eine Pensionsanstalt errich- 
tete. Sechs jahre darauf wurde das Anwesen aber- 
mals verkauft, und zwar an den Konvent der 
Salesianerinnen zu Münster, die von dort ver- 
trieben worden waren. Weil aber die Kloster- 
frauen die Kaufsumme (65.o0o Gulden) nicht auf- 
zubringen vermochten, verließen sie ein Jahr 
darauf den Bloshof, den sie für ihre Zwecke 
bereits baulich verändert hatten, und verzichteten 
auf die von ihnen geleistete Angabe von 
7.000 Gulden. Wie leicht begreiflich, war der 
Verkäufer mit dieser Wendung der Dinge nicht 
einverstanden, aber da der Konvent sich auf- 
gelöst hatte und somit niemand dawar, an den 
man sich mit Aussicht auf Erfolg hätte halten 
können, gab sich endlich der Verkäufer zu- 
frieden, um so mehr, als am 21. April 1883 
der Kaufvertrag mit dem Kloster Lichtenthal Abbws.zistmienserinnenklosm 
abgeschlossen werden konnte, allerdings mit Mad,ng.„„,„B9g 
einer weit niederen Kaufsumme von 43.000 
Gulden. Unter ihrer ersten Priorin M. Maria Xaveria Vivell (r883-188g) 
errichteten die Zisterzienserinnen von Lichtenthal ein Mädcheninstitut, in 
welchem nicht nur schulpliichtige Zöglinge in entsprechenden Kursen 
unterrichtet werden (Öffentlichkeitsrecht seit 1903), sondern auch ältere 
Mädchen in Fortbildungskursen höhere Ausbildung erhalten können. 
Das Wappen des Klosters ist aus vier verschiedenen Wappenbildern 
zusammengesetzt; aus dem bekannten Wappen des heiligen Bernhard, aus 
dem Wappen des Mutterklosters Lichtenthal, ein roter Schrägbalken in Gold 
(Wappen der Stifterfamilie, der Markgrafen von Baden), aus dem eigentlichen 
Klosterwappen von Mariengarten, der über einem Garten schwebenden 
Madonna, und endlich aus dem Konventwappen von Mariengarten, dem 
von einem Sterne überhöhten Anker. 
Spezielle Hausfarben werden von dem Kloster Mariengarten bisher nicht 
benutzt, doch kämen im" Gebrauchsfalle die Feldtinkturen des Kloster- und 
Konventwappens, Gelb-Blau, in Betracht. 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Das im Jahre 1895 entstandene Benediktinerpriorat zu Innsbruck 
(St. ]ohann Nepomuk am Innrain), errichtet von P. Edmund Hager (T 1906), 
dem Gründer des katholischen Vereines der Kinderfreunde (1884) und des 
Hauses für Rettung der jugend in Martinsbühel (x888), führt bisher noch kein 
eigenes Wappen. 
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