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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 4)

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Beleuchtung ist übrigens beinahe für alle modernen Wohnungseinrichtungen 
zu einem Prinzip geworden. Auch alle übrigen ausgestellten Räume sind in 
dieser Weise erhellt. Entweder ist es ein großer an der Decke befestigter 
„plafonnier" (Hängelampe), oder eine „leuchtende Schale" auf einem hohen 
Ständer oder als Applique an der Wand angebracht. Manchmal, wie bei dem 
kleinenSalonvon 
Lalique, ist eine 
ganzeleuchtende 
Decke (Plafond 
lumineux) ange- 
wendet, ohne 
irgendeinen sicht- 
baren Beleuch- 
tungsapparat. In 
den Einrichtun- 
gen von Paul 
Follot ist unter 
anderem zu be- 
merken, daß er 
es streng vermei- 
det, alle Möbel 
eines Raumes 
nach einem ein- 
heitlichen Motiv 
zu gestalten. Ver- 
schiedene Stoffe, 
Formenund Far- 
ben sollen zu 
einer fein aus- 
geklügelten Har- 
monie zusam- 
menwirken. Dies 
allein bildet schon 
einen ganz be- 
deutenden Fortf Ausstellung der modernen dekorativen Künste zu Paris. Ovales Boudoir von Paul 
Follo! (linke Seite) 
schritt gegenüber 
der Monotonie eines sich ewig wiederholenden Motivs, welche die früheren 
Stile charakterisiert. Eine der schönsten Schmuckvitrinen zeugt von der 
überraschenden Vielseitigkeit dieses Künstlers. Besonders neuartig ist hier 
die Art und Weise, Edelsteine zu montieren, was insbesondere bei einer Serie 
sehr schöner moderner Ringe zur Geltung kommt. 
Sehr elegant ist der kleine Salon von Maurice Dufrene. Die Möbel sind 
aus Zitronenholz und zweckmäßig geformt. Die Farbenstimmung der ver- 
schiedenen Stoffe, der Wandbespannung, Möbelbezüge und Vorhänge in 
31'
	        

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