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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 5)

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Wirkung der Wandteilungen, an geradlinigen ernsten Fensterleibungen, an 
Türen, die mit Sopraporten im Sinne Le Pautres zusammengeschlossen sind, 
an Deckenmalereien, in denen phantasievolle Architekturspiele geübt werden. 
Immer häufiger überwuchert aber das freiere zerzauste Ornament des Rokoko 
alle Rahmun- 
gen derfolgen- 
den Zeit. Der 
mehr spieleri- 
sche Charak- 
ter der Lukas 
von Hilde- 
brandschen 
Innenarchitek- 
tur mit ihren 
nach abwärts 
verjüngten Pi- 
lastern, ihren 
reichen Ver- 
kröpfungen; 
die Anwen- 
dung von 
Stuckdekor 
mit Gitterfül- 
lungen, von 
Blumensträu- 
ßen und Putti 
aufGoldgrund 
wurde bei der 
Ausstattung 
der Innenräu- 
me in Wien 
sehr bevor- 
zugt. Man 
machte auch 
die kleinsten 
Räume zu be- 
sonderen 
Schmuckstücken, in denen der Gold- oder Silbergrund den ganzen Eindruck 
beherrschte, der durch zahlreiche Spiegel noch zurückgestrahlt und verstärkt 
wurde. Zwischen die großen Säle fügen sich kleinere Prunkräume, Kabinette, 
die dem äußersten Dekorationsluxus gewidmet werden. 
Welchen Prunk mußte die Kleidung in einem solchen Goldkabinett ent- 
falten, um neben seinem Reichtum noch zur Wirkung zu gelangen. In den 
großen Sälen hatte man an den niederländischen Tapeten, an herrlichen 
K. u. k. Kriegsministerium, Ecke im großen Ernpfangssaal (Wien, Am Hof)
	        

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