MAK

Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 6 und 7)

Werkstätte und andere nach Entwürfen von tüch- 
tigen Künstlern ausgeführt haben. W. Melzers 
Lederarbeiten vermögen ebenso eine große Vitrine 
reizvoll zu füllen wie F. Bakalas Einbände. Der 
Reiz des Perlmutters wird von K. Krehan unter 
Witzmanns Einfluß an größeren Stücken wie bisher 
zur Geltung gebracht, indem edle Materialwirkung 
sich mit vornehmer Formgebung an praktisch wert- 
vollen Stücken verbindet. 
Es hat im allgemeinen diesmal eine strenge 
Auswahl das einheitliche Bild der Wiener Schulung 
stärker und klarer um- 
rissen. Überall ist eine 
ernste Disziplin sicht- 
bar. Nicht prunkvoller 
Ornamentreichtum, 
sondern das Beschrän- 
ken auf einfache Orna- 
mentprinzipien und 
Formgedankenherrscht 
vor. Man bevorzugt 
Materialien, die einem 
architektonisch stren- 
gen Aufbau und einer 
geometrisch klaren Li- 
nienführung entgegen- 
kommen. Man sucht 
__ _ . Frühjahrsausstellung österrei- 
den Fla-chenrelzy die chischer Kunstgewerbe. Über- 
Fafbenpfacht der M3- kleid in Batik von Else Stüb- 
chen-Kirchner 
terialien als ihre edel- 
ste Seite zu schonen und möglichst voll und breit 
zu betonen. 
Der Reiz des Umrisses, der stramm und 
bestimmt geführten Linie, welche die Konstruk- 
tion betont, die Materialgrenze faßt, soll in ihrer 
vollen und klaren Präzision wirken. Daher auch 
die Vorliebe für schwarz-weiße Wirkungen. 
Sie setzen die größte Beherrschung der 
Linienführung, die größte Kultur reiner und 
reinlicher Forrngebung voraus. 
Man kann sich keinen stärkeren Gegen- 
Frühjahrsausslellung österreichi- satz denken als den vorherrschend eklektisch- 
"h" K""s'gew"b" "km üäl" malerischen, auf das Benutzen eines reichen 
de chine, Batik, dreifarbig, von _ _ _ _ 
yvonn, 3,561, historischen internationalen Formen- undFarben- 
A:
	        

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