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Full text: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 8 und 9)

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Legende "i RVDOLFVS DEI GRACIA ABBAS ADEMVNTENSIS 
erhalten geblieben und zeigt den sitzenden Abt mit Stab und Buch in den 
Händen. Aus derselben Zeit stammt auch das älteste Konventsiegel mit der 
Legende: SIGILLVM ' CONVENTVS ADMVNTESIS ' und den Halb- 
liguren der heiligen Maria und des heiligen Blasius. Erst im Jahre 1371 
erscheint zum erstenmal das Wappen des Stiftes, die zwei Wecken, in 
einem Siegel des Abtes Albert II. Lauterbeck (1361-1384) mit der Legende 
1' S. ALBERTI DEI GRA. ABBATIS ECCE ADMONTENSIS. 
Die beiden Wecken erscheinen ursprünglich nicht facettiert, sondern 
glatt, siehe das Siegel des Abtes Georg Lueger an einer Urkunde vom 
Jahre 1416 (Abb. 6) mit der Legende: a. gvury. ahhatia muüy. ahmütznüa. 
Der erste Wecken ver- (Judenburg 1306), des 
tieft, der zweite erhaben Konrad Petersdorf, ad- 
gehalten, aufdieseWeise montscher Burggraf zu 
Farbe (rot) und Metall Gallenstein (1344 bis 
(Silber) zum Ausdruck 1353) - . . . HUNRADI 
bringend. D' PEDERDOR . . . - 
Merkwiirdigerweise (1350), des Bruders Ber- 
findet sich dieses Wap- thold von Gries, ad- 
penbild bereits früher in montscherHofmeister zu 
den Siegeln mancher ad- Krems-i-SPCHTOLDI 
montscherAmtsleuteund MAG. CVRIE AD- 
Dienstmannen, so zum MONTN I. CHREMS- 
Beispiel im Siegel des (1370) und so weiter. 
Heinrich Oeder, admont- Bei manchen dieser 
scher Propst oder Amt- Familien wurde später 
mann im Ennstal, - S. Abb-ß Sieleld" Im" Pmus das admontsche Wap- 
HAINRICI (OE)DER _ w" S"L"'"'"""" "59 penbild zu deren Ge- 
schlechtswappen, so bei den Petersdorf und den Raming, hier die Wecken 
aber silbern und schwarz tingiert, von denen es in das Wappen der von 
Gleiwitz überging. 
Auch ein Helmkleinod wurde vom Stifte Admont in Verwendung 
genommen, siehe das Emblemenbuch i" des Johann Jakob Gienger, Dechant 
zu Spital am Pyhrn, eines Verwandten des Abtes Johann IV. Hofmann. Die 
aus dem Jahre 1582 stammende Malerei zeigt das Stiftswappen neben dem 
Wappen des Abtes Johann IV. Der Helm des Stiftswappens trägt als 
Kleinod ein weißes (silbernes) und ein rotes Büffelhorn, die beide aus einem 
I-Ielmwulste hervorkommen, der einer rot-weißen (silbernen) Decke aufgelegt 
ist, an der oben unter dem Wulste die Ohren des Büffelgrindes sichtbar 
werden (Abb. 7). 
Die zwei Pastorale hinter dem Schilde erscheinen im Stiftswappen zum 
erstenmal unter dem Administrator Polydor von Montegnano (1579-1581) 
und bleiben von da an stets im Gebrauch. 
"F Derzeit im Besitze des Chorherrenstiftes St. Florian in Oberösterreich. 

	        

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