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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 8 und 9)

auf der Brust gekno- 
tete Zipfel er mit bei- 
den Händen festhält, 
und so weiter. 
Das Bestreben, 
Gewandung und Aus- 
sehen der vornehmen 
Welt zu reproduzie- 
ren, ist für die Anfer- 
tigung der Puppen 
stets ausschlaggebend 
gewesen: Das zeigt 
unsere - leider bis auf 
das Kostüm europäi- 
sierte 7 chinesische 
Puppe, die stolz ihre 
vornehme Tracht einer 
hochgestellten Man- 
darinengattin trägt 
(Abb. 3). Das zeigt in 
origineller Weise eine 
altemalayischePuppe, 
ebenfalls dem Frank- 
furter Völkermuseum 
gehörig,dieübereinem 
sackartigen Körper 
aus bunt gemustertem 
Baurnwollzeug einen 
aus Leinen plastisch 
geformten Kopf trägt, 
dessenZügenPinselma- 
lereinachhelfenmußte 
und dessen Haare aus 
schwarzen Seiden- 
fäden bestehen. Die 
mythischen Helden 
aus königlichem Ge- 
blüt und die guten und 
bösen Dämonen der 
Religion verkörpern 
die seit alters her bei 
den Bewohnern von 
Java üblichen, charak- 
teristischen Gestalten 
Abb. 4. Wajang golek, Javanisches Puppenspiel plastischer, reich bemalter und bekleideter Figuren aus den Preanger Regentschaflen. Anfang des XXX. jahr- 
hundens, erworben xgu5 in Buitenzorg (Frankfurt am Main, Städtisches Völkermuseum)
	        

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