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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 10)

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was aus einer Urkunde vom selben Jahre über den Verkauf des kaiserlichen 
Rentamtes Wiener-Neustadt an den Bischof Graf Hallweil um den Betrag 
von 43.000 Gulden hervorgeht, welche Summe für die Fortsetzung der 
Bautätigkeit am Schönbrunner Schlosse benötigt wurde. Der Fischersche 
Grundplan wurde im wesentlichen dadurch abgeändert, daß in die Hauptachse 
die große Durchfahrtshalle gelegt, der Bau um ein drittes Stockwerk erhöht 
und an Stelle der ursprünglichen durchwegs flachen Bedachung ein steiles 
Dach gesetzt wurde. Die uns allen bekannte Außenansicht des Bauwerkes 
ist ein Werk der franziszeischen Zeit, in welcher der Hofarchitekt Amon 
in den jahren 1817 bis 1820 die Säulenschäfte der Fassaden verlängerte 
 
Sehubladkasten aus dem kaiserlichen Lusxschloß Schönbrunn (l-lofmobiliendepot) 
.und die Kapitäle bis zu den Tragsteinen emporgeführt hat. Eine Zurück- 
führung der Fassade auf ihren ursprünglichen Zustand, die in neuerer 
Zeit erwogen worden ist, würde doch nur wieder ein Surrogat des 
ehemaligen Bauzustandes ergeben. Die großzügige Parkanlage, deren Voll- 
endung unter dem Einüusse des Gemahls Maria Theresias durch den 
Holländer Steckhoven erfolgte, geht auf jenen großen Gartenkünstler Trehet 
zurück, welchem die barocke Gartenarchitektur Wiens so viele Impulse ver- 
dankt. Kaiser Franz war es auch, der 1752 den Tiergarten errichten ließ und 
auch an der Schaffung des botanischen Gartens großen Anteil hatte. 
Die innere Einrichtung des Schlosses, die Ausstattung der Wände und 
Plafonds, die reichen Boiserien und das Ameublement, soweit es noch erhalten 
und nicht durch Erneuerung der Vergoldung und der Lackarbeit seines
	        

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