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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 11)

Taufe. Hier 
wie dort die- 
selben in den 
Motiven glei- 
chen Städte- 
bilder, die 
phantastisch 
aufgetürmten 
dolomitarti- 
gen Felsen, 
die Gewässer 
mit den klei- 
nen Schiffen 
und die blu- 
migen Vor- 
dergründe 
mit den Mai- 
glöckchen 
und Stern- 
blümchen. 
Endlich 
sei noch ei- 
ner reinen 
Äußerlich- 
keit gedacht, 
der reichen, 
etwas anti- 
quiertenVer- 
Wendung 
der großen 
Schriftbän- 
Abb. 15. Taufe Christi, vom St. Wolfgangsaltar in St. Wolfgang von Friedrich Facher. der wie Sie 
Nach WoltT, Michael Pacher ' 
an dem Frei- 
singer Bild der Taufe Christi und an dem Hauptbild gleicherweise wie an den 
Flügeln des Peter- und Paulsaltars vorkommen, sonst aber nur ganz aus- 
nahmsweise von einem Meister des Neustift-Brixener Kreises angewandt 
werden. Sie erscheinen hier fast wie eine Signatur. 
Gegenüber den Flügelbildern in Tiberias wirkt freilich das Tratz- 
berger Mittelbild durch die monumentale Auffassung der Apostelfiirsten, 
zumal des in grandioser Wucht einherschreitenden Paulus kraftvoller 
und bedeutender, dabei aber will nicht vergessen werden, daß die künst- 
lerische Absicht in dieser repräsentativen Konzeption nach grundsätzlich 
andern Zielen ausging. Hier Ruhe, Abgeklärtheit, jenseitsstimmung, dort 
Leben und Handlung, Hast und Bewegung, menschliche Irrtümer und
	        

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