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Objekt: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 1)

 
 
 
 
 
 
 
 
festigte Kessel 
Belieben zum 
odervom Feu- 
er weg ge- 
schwenkt. Die 
Befestigung 
des Kessels an 
der Kette oder dem zahnartig verstellbaren 
Hängeapparat erfolgte nie direkt, sondern 
stets unter Zuhilfenahme eines an den Enden 
hakenförmig aufgebogenen Kesselringes. 
Außer der Bezeichnung „Wasserkessel" 
fanden wir in Inventaren des XVI. jahrhun- 
derts dieBenennungen„VischkesseW,„Secht- 
kessel", „Prantweinß, „Khiel-" und ,.Aus- 
prenkessel". 
Ebenso zahlreich sind die Bezeichnun- 
gen der Pfannen für allerhand Zwecke. Es 
gab Wärm-, Prat-, Seich-, Glut-, Torten- und 
Fischpfannen. Eine Messingpfanne mit Eisen- 
stil trägt die getriebene Darstellung der Jung- 
frau Maria, auf der Mondsichel stehend. 
Windbräter mit Flügeln-ad 
aus Eisenblech 
Messingkesseln. Das In- 
ventar der Küchengeräte 
auf Schloß Wachseneck 
erwähnt 1562 17 Stück, die 
bereits abgenützten und 
außerDienstgestellten nicht 
eingerechnet. Zwei Haupt- 
formen treten auf, fußlose 
und solche mit drei, seltener 
vier Füßen, erstere immer 
mit einem Bügel zum Aufhängen versehen. Diese, mittels 
einer Kette oder an dem riesigen verstellbaren Schlot- 
haken, dem „KieteW oder „Kiätelhaken" über dem Herde 
befestigt, gestatteten durch Heranschwenken der Hänge- 
vorrichtung die Entnahme heißen Wassers. Solche 
Kessel waren aus gleichen Gründen mit mehreren Aus- 
gußrohren versehen. Eine noch weiter ausgreifende Ver- 
wendung bot das auf unserer Burg vorhandene Exemplar 
eines die Herdfläche überstreichenden Galgenbaumes. 
Seitwärts angebracht und an der „Weins2ul", der Wende- 
säule drehbar, wurde 
der am „halbaum" be- 
 
 
nach 
 
Fleischluster zum Aufhängen des 
Rauchlieisches 
 
	        

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