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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 12)

 
Schloß Frederiksborg bei Kopenhagen (Nationalmuseum) 
für die bürgerliche Bauweise der Hansazeit besonders charakteristisch ist. Die 
reichen Museen in Kiel (Thaulow-Museum), Altona, Husum, Lübeck, Meldorf 
und Schleswig haben Bilder einer großen Zahl prächtiger Innenräume und 
Einzelmöbel dem Werke zur Auswahl gestellt, einen Schatz von Denkmälern 
eines edeln Volkstums, der auf den Empfänglichen stark und nachhaltig wirkt. 
Wenn von Dr. Sauermann begreiflicherweise die deutsche Eigenart 
stark betont wird, so geschieht dies mit dem Stolze des Stammesbewußtseins, 
das den Nordgermanen besonders auszeichnet. 
Er weist darum auch darauf hin, daß von Schleswig und Holstein das 
früheste Auftreten der Deutschen in der Geschichte zu berichten ist und der 
Auszug der Angelsachsen, der Beginn der britischen Weltherrschaft. 
Zugleich erkennt er aber auch an, wie stark die nordischen Einflüsse dort 
überwogen, als der Dänenkönig Götrik durch den Grenzwall (das Danewerk) 
das Land gegen Süden abschloß. Die friesische Westküste blieb rheinischen 
und niederländischen Einfiüssen stärker zugänglich. 
Es erscheint darum eine Ausdehnung künstlerischer Studien auf das 
benachbarte Dänemark nur natürlich und empfehlenswert. Das Bild der 
charakteristischen Eigenart nordischer Kunst wird dadurch ergänzt und 
bereichert. 
Die Volkskunst hat auch in Kopenhagen und dem nahen Lyngby eine ein- 
gehende Beachtung gefunden; die Innenräume des Dänischen Volksmuseums 
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