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Full text: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 12)

zu sammeln, zugleich ließ man die Gegenstände in den Räumen, für welche 
sie bestimmt waren, in denen sie benutzt wurden. Die Ausschmückung der 
Säle erfolgte allmählich im Geschmack der nacheinander folgenden Herrscher. 
So entstand ein Familienmuseum des Herrscherhauses, das zugleich ein 
klares Bild der Wandlungen des künstlerischen Sinnes durch mehr als zwei 
Jahrhunderte bietet. Die Zeit der Renaissance hat dem Bauwerk den Stempel 
gegeben. Dem baulustigsten und prunkvollsten dänischen Herrscher ist die 
Audienzsaal Christians IV. in Schloß Rosenborg (1596771548) 
Anlage zu verdanken. Aber noch die Empirezeit hat in den Innenräumen 
deutliche Spuren gezogen. 
Von Christian IV., „dem königlichen Baumeister" (1596-1648), sind die 
stärksten und nachhaltigsten Einwirkungen vorhanden. Er hat bei der Pla- 
nung seiner zahlreichen und ausgedehnten Bauten mitgewirkt, andrerseits 
aber auch für die Berufung ausländischer Künstler gesorgt. Für die innere 
Ausgestaltung kam besonders der Maler und Tapetenweber Carel van Mander 
aus Delft in Betracht, der 1616 nach Dänemark kam, um Christians Kriegs- 
taten in großen Gobelins zu verherrlichen. Aber auch Lorentz Petersen 
Sweis aus Amsterdam und namentlich Hans von Steenwinckel, „königlicher 
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