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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 12)

stammenden Innenräume geben den charakteristischen Eindruck vor- 
nehmer Raumgestaltungen, die uns durch starken Stimmungsgehalt an- 
sprechen. Ihre relative Unberührtheit und Einheitlichkeit sichert ihnen 
einen besonderen Wert, weil ja gerade diese Periode der deutschen Renais- 
sancezeit so selten an wohlerhaltenen Denkmälern der Wohnungskunst 
höherer Stände studiert werden kann. Die künstlerische Veranlagung des 
bedeutenden Herrschers, der sie schaffen ließ, sicherte ihnen auch einen 
Persönlichkeitsreiz und eine Geschmacksreife, welche die folgenden Perioden 
in Dänemark immer mehr vermissen ließen. 
Die Barockzeit hatte im Norden keinen so bedeutenden Widerhall 
gefunden wie an den katholischen Höfen Europas. Erst das ausklingende 
XVIII. Jahrhundert und das beginnende XIX. Jahrhundert haben in Däne- 
mark eine künstlerische Blüte erlebt, deren Abhängigkeit von Frankreich 
stark hervortritt. Kopenhagen selbst ist noch reich an Denkmälern dieser 
Zeit; namentlich der bürgerliche Hausrat des Empire und Biedermeier ist 
sehr verbreitet und eingelebt. Er zeigt eine mehr nüchterne und einfache, 
aber dessenungeachtet vornehm ruhige Variante der von England und 
Frankreich ausgegangenen Bewegungen. 
 
Zimmer Christians V. (1670-1699) in Schloß Rosenborg
	        

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