MAK

Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 12)

Ebenso gilt dies für die Konstruktionsweise, für Wand und Decken- 
bildung, die niedrige Fensteranordnung, für die eingebauten Kastenbetten 
und Schränke, für die Sitzgelegenheiten längs der Fensterwände und die 
schweren Tische und Truhen. 
Es kommt allerdings manchmal vor, daß besonderer Reichtum einzelner 
die Berufung städtischer Hilfskräfte und damit die Einführung stilistisch 
durchgebildeter Formen zur Folge hatte, wie dies bei dem berühmten Pesel 
des Markus Swin (jetzt im Meldorfer Museum) der Fall ist, aber solche 
Ausnahmen lassen nur noch deutlicher den Abstand der städtischen von der 
bäuerlichen Kultur erkennen. 
Den größten Reiz besitzen doch immer jene Bildungen, in denen das 
strenge Festhalten an der bäuerlichen Tradition bekundet wird. Auf der cimbri- 
schen Halb- 
insel, dem 
heutigen Jüt- 
land und 
Schleswig,ha- 
ben sich oft 
im Ornament 
jene uralten 
germanischen 
Motive der 
Vorzeit, die 
Bandver- 
schlingungen 
und die Dra- 
chenköpfe er- 
halten, eben- 
so die Kerb- 
schnittorna- 
mente und die 
einfachengeo- 
metrischen 
Schmuckmo- 
tive, die Ele- 
mente der 
Reihung und 
des Flächen- 
dekors, die aus 
dem vollen 
I-Iolz heraus- 
gestochen und 
dann zumeist 
Aus dem nationalhistorischen Museum in Frederiksborg  bemalt
	        

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