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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 1)

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Aufgabe gelegt ist, der Fels der 
Kirche zu sein. . . Aber alles 
wird von dem beherrschenden 
Eindruck streitbarer, fast dro- 
hender Energie überboten, auf 
die die entschlossene Schädel- 
form, die pulsenden Adern an 
den Schläfen, die energischen 
I-Iaar- und Bartlocken (sie bil- 
den in ihrer reichen gegensei- 
tigen Verschlingung ein präch- 
tiges, spätgotisch-ornamental 
wirkendes Geflecht), der knapp 
über der Oberlippe geschnittene 
starke Schnurrbart, der unge- 
duldig geöffnete Mund rnit den 
hervorschimmernden Zähnen 
und vor allem dieser hypnoti- 
sierende Blick der starr Fixieren- 
den Augen vereint hinweisen. 
Ich kann es mir nicht ver- 
sagen, angesichts dieses von 
dramaüschem Leben erfüllten 
Hauptes, einer der größten Kon- 
zeptionen deutschen Kunstgei- 
stes, die warmen Worte hier- 
herzusetzen, in denen Adalbert 
Stifterx seine Bewegung aus- 
drückte: 
„Der Kopf des heiligen 
Petrus ist von einer Schönheit, 
Kraft und Würdigkeit, zugleich 
aber auch von einer Einfachheit 
und Anspruchslosigkeit, daß alle 
Künstler unserer Zeit gegen alle 
Belohnungen der Welt diesen 
Kopf nicht machen könnten. Sie 
würden einen andern modernen 
machen, wahrscheinlich mit 
gefühlvollerern Ausdrucke, mit 
auffälligeren Mitteln, vielleicht 
sogar scheinbar einen schöne- 
ren; aber diesen Kopf voll Kindlichkeit, Kraft und Gottvertrauen nicht. Die 
1' A. a. 0. S. 1017. 
Abb. zu. Heiliger Christophorus
	        

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