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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 1)

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Österreichs, was die Aufstellung seiner Statue an so prägnanter Stelle, 
ebenso wie in St. Wolfgang, ausreichend motiviert (Höhe x77 Zentimeter). 
„Tausende von Tulpen, Blättern, Stäbchen, Stangen streben als Orna- 
mente empor, und in ihnen, wie in aufsteigende Weihrauchwolken ein- 
gestreut, schweben die Figuren" heißt es in der Stifterschen Beschreibung 
des Giebels. Von 
diesen Figuren sind 
drei übereinander- 
stehende weibliche 
Heiligenfiguren 
samt Konsolen und 
Baldachinen dem 
mittleren stärksten 
Turm, je eine weib- 
liche stehende Hei- 
lige und eine männ- 
liche Büste, gleich- 
falls mit Konsole 
und Baldachin, den 
beiden stärksten 
seitlichen Türmen 
eingeordnet. 
Dicht über dem 
Fialenkamm steht 
zuunterst im Mittel- 
turm das Standbild 
der heiligen Maria 
als Himmelsköni- 
gin (142 Zentimeter 
hoch), mit dem 
Kinde in den Armen 
und die Mondsichel, 
unter der ein der- 
bes männliches Pro- 
51 zum Vorschein 
kommt: mit Füßen Abb. 47. Heiliger Georg (Detail) 
tretend (Abb. 50). 
Zu ihren Häupten schweben zwei gefiederte geflügelte Engel und halten 
eine hohe, reich durchbrochene Krone über ihren Scheitel (Abb. 51). Der 
in die Länge gezogene große Kopf und der überhöhte Hals der Figur 
sind ganz augenscheinlich auf die Untenansicht berechnet und dienen 
zur Korrektur der Verkürzungen; eine Erscheinung, die man öfters an 
spätgotischen Statuen beobachten kann, die bestimmt waren, in ansehnlicher 
Höhe aufgestellt zu werden (zum Beispiel an einer Florians- und an einer 
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