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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 2)

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Alle Stücke zeigen die wirkungsvollen, kräftigen, reich profilierten, da- 
bei aber durchaus materialecht behandelten Formen des Barocks. Sie lassen 
die besondere Betonung 
desplastischenElementes 
deutlich erkennen, eine 
Eigenart, die Kaendler 
bei der Fabrik eingeführt 
hat. Die Behandlungs- 
weise dieser Porzellane 
ist aber eine solche, die 
uns in die Zeit vor 1740 
verweist. Denn von den 
Verfeinerungen der For- 
men, wie sie die Ein- 
 
Fig. l. 
führung des Rokoko von 
1740 an auch in Meißen 
im Gefolge hatte, vermag 
man hier noch nichts zu 
spüren. Mit 1750, wie das 
Werk von anderer Seite 
angesetzt worden ist} 
hat eine solche Form- 
gebung gar nichts zu tun. 
Ich möchte nun zu- 
nächst auf die hierher ge- 
hörigen Stücke, die sich 
 
in Wien erhalten haben, und von denen ein Teil im Bilde gezeigt werden 
kann etwas näher eingehen. Die sechs Altarleuchter (Fig. 1) sind von 
kräftigem, geschlossenem Aufbau, haben vierseitige Sockel und baluster- 
w zum Beispiel von Brüning, Europäisches Porzellan, S. XIV.
	        

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