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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 2)

Verfasser des Handwerksbuches 
bestimmte Werke der Vest in den 
beiden Städten bekannt gewesen 
wären. Wir haben demnach, wenn 
wir nach Arbeiten dieser Bildner- 
familie forschen, unsere Nachsuche 
auf ganz Alt-Österreich auszu- 
dehnen und hier allerdings wieder 
auf plastische Tonwerke, welche in 
beiden Ländern auftreten, innige 
Verwandtschaft zeigen und keine 
Wiederholungen außerhalb dieses 
Gebietes Finden, zu beschränken. 
Dies trifft nun in ganz auffallen- 
der Weise bei den Ölberggruppen 
in Ybbs, in St. Florian und auf der 
Burg Kreuzenstein zu. Die Figuren 
von Ybbs (Abb. I) haben wohl kaum 
jemals den Standort gewechselt; 
jene von St. Florian stammen aus der 
diesem Stift gehörigen Filialkirche 
zu Steinbruch (Pfarre St. Peter 
am Wimberg), welche 150g 
von Gregor von Starhemberg 
erbaut wurde. Das Erbauungs- 
jahr dieser Filialkirche gibt 
uns so ziemlich auch die 
Herstellungszeit der Ölberg- 
Figuren. Sie deckt sich über- 
raschend mit der oben zitier- 
ten Mitteilung des Creußener 
Zunftbuches. Als Besteller der 
Figuren erscheint Starhem- 
berg oder der damalige Propst 
von St. Florian Petrus III 
(Peter Maurer), r5o8 bis 1545 
(Abb. 2, 4, 6 und 8). 
Aus der Gegend von 
Freistadt in Oberösterreich 
stammt die dritte Gruppe, die 
sich nun in Kreuzenstein be- 
findet (Abb. 3, 5, 7 und 9). 
Weitere Gruppen sind mir 
vorläufig nicht bekannt. Hier- 
 
Abbjffontigur (johannesybunt glasiert, Stift S2. Florian 
in Oberösterreich 
 
Abb. 7. Tonfigur (Johannes), bunt bemalt, Burg Kreuzenstein 
in Niederösterreich
	        

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