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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 3)

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Beilagen erhöhen den Wert dieser fachmännisch redigierten Publikation, 
deren ältere Jahrgänge bereits vergriffen sind. Zur Feier ihres zehnjährigen 
Bestandes beschloß die Gesellschaft, eine Exlibrisausstellung (die erste in 
Wien) zu veranstalten, um dadurch auch dem großen Publikum die 
Bedeutung dieses Kunstgebietes vorzuführen und eine weitere Verbreitung 
der Exlibrissitte zu propagieren. Die, dank der Unterstützung zahlreicher 
Künstler und Samm- 
ler, vortrefflich gelun- 
gene Durchführung 
dieser Ausstellung gibt 
Anlaß, Begriff und 
Wesen des Exlibris 
im allgemeinen und 
seine historische Ent- 
wicklung an Hand der 
ausgestellten Blätter 
zu beleuchten. 
Die ältesten Besit- 
zerzeichen auf Schrift- 
rollen, gefalteten Ma- 
nuskripten und Bü- 
chern waren hand- 
schriftliche Vermerke ; 
in der Folge kamen 
reichgeschmückte 
Kästchen und sodann 
prächtigqmitEdelme- 
tall,ElfenbeinundEdel- 
steinen geschmückte 
Einbände auf. Viel- 
fach trugen solche 
Bücherkästchen und 
Einbände Darstellun- 
gen, welche sich auf 
die Person des Eigentümers bezogen: die Vorläufer der späteren Super- 
libros. Solche Superlibros wurden auf der Außenseite, oft auch auf beiden 
Seiten des Einbanddeckels angebracht und zeigten Wappen, Namen oder 
Anfangsbuchstaben des Besitzers in Goldblinddruck oder auch eingepreßt 
und polychromiert. Nachdem diese Art Besitzzeichen auch hierher gehört, 
führt die Wiener Exlibrisausstellung eine ganze Anzahl Superlibros vorn 
XVI. bis zum XIX. Jahrhundert vor. Sich näher über diese Art von Buch- 
besitzzeichen auszulassen, würde zu sehr auf das Gebiet des geschmückten 
Bucheinbandes führen, was über den Rahmen dieses Berichtes hinaus- 
gehen würde. 
Abb. 2. jost Ammann
	        

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