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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 4)

 
Villa Pamfili Doria in Rom (nach Latham) 
regelmäßiger Anordnung und bringen wohltuende Ruhe in das bunte 
Vielerlei. Gerade Wege führen auf bevorzugte Punkte, die durch kleine 
Architekturen, Werke der Plastik oder prächtige Portale hervorgehoben 
sind. Liegt der Garten nicht an einem Hügelabhang, sondern in der Ebene, 
so entfallen zwar die Terrassen, den Reiz eines offenen Überblickes über 
eine tiefer gelegene Fläche ließen sich aber jene Gartenkünstler auch dann 
nicht immer entgehen, sondern schufen durch Erdaushebungen niedrigere 
Abstufungen. So ist von Italien eine Gartenkunst ausgegangen, die vielleicht 
in der Antike ihresgleichen hatte, sonst aber nirgends und niemals übertroffen 
worden ist. Die Renaissance hat hier sowie auf allen andern Gebieten der 
bildenden Kunst klassische Beispiele geschaffen, die wohl geeignet sind, jedem 
kommenden Zeitalter eine Fülle unendlich wandlungsfähiger Motive zu 
übermitteln. Dabei ist jeder solche Garten eine Individualität für sich, 
charakterisiert durch Bodengestaltung, landschaftliche Umgebung und eine 
Architektur, die mit ihm in harmonischem Einklang steht. 
Einige Beispiele mögen das Gesagte im Detail veranschaulichen. So 
sehen wir (Abb. S. 230) im sogenannten Belvedere, einem Teile des vatika- 
nischen Gartens, die Architektur einer Loggia und hinter ihr die einer Villa den 
Garten beherrschen. Das Parterre ist in herkömmlicher Weise in rechteckige 
Beete eingeteilt. Einzelne Bäume ragen daraus kräftig empor. Zur Seite steigt
	        

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