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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 4)

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Garten, ausgeführt von der Firma jacob Ochs in Hamburg unter der künstlerischen Leitung von Lebrecht Migge 
Begriffsgrenzen, denn die Natur soll im Garten durch künstliche Mittel, 
also auf unnatürliche Weise wiedergegeben werden. Man schwärmt für 
Natur, will sie aber gleichzeitig nicht haben, wenigstens nicht so, wie sie 
ist, denn da erscheint sie nach allen Seiten verbesserungsbedürftig. Man fällt 
ihr daher heimtückisch in den Rücken, legt lächerliche Schlängelwege an, 
errichtet kümmerliche Hügel, gräbt pfützengroße Teiche, pflanzt Bäume und 
Sträucher an Stellen und in Zusammenstellungen, wo und wie sie nimmer 
hätten wachsen mögen, schleppt Steinblöcke herbei, um Alpenland zu 
markieren und läßt Wasserfälle aus Ruinen, Pavillons oder Restaurations- 
lokalen entspringen. 
Aber die Freude an dieser Art Gärten ist im Schwinden begriffen. 
Ein entschiedenes Unbehagen gegenüber den Gepflogenheiten unserer 
Gärtner steigert sich gegenwärtigiin erfreulicher Weise. Der Landschafts- 
garten verliert in den Augen seiner Besucher immer mehr seine Reize. Man 
hält Gartenbänke mit Armlehnen aus eisernen Birkenreisem, Abfallkörbe in 
Form blecherner Baumstämme und Ähnliches nicht mehr für Zierden eines 
Gartens. Das Publikum durchschreitet stimmungslose Anlagen mit der größten 
Gleichgültigkeit. 
Unsere hochentwickelte Touristik hat ein tieferes Verständnis für Natur 
und Naturschönheit herbeigeführt. Die Natureindrücke sind nicht nur zahl-
	        

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