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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 4)

Radschloß eines Stutzens von F. W. Weyrer 
 
Kaisers Comrnodus aus Petronell zu erwähnen. Ein gelagerter Satyr aus dem jonisch- 
etruskischen Kunstkreis, ein Erosiigürchen und ein kriechender Knabe fügen sich passend 
in die Sammlung Figürliche: Appliken ein, während die Geräte durch einen Pfannengriff 
aus hellenistisch-römischer Zeit vermehrt wurden. Von besonderem Interesse ist ein 
seltsames Gerät in Form eines Dreizacks aus Lorch in Oberösterreich, wahrscheinlich 
eine kultlichen Zwecken dienende Votivgabe. Die Sammlung antiker Kameen konnte durch 
einen sorgfältig geschnittenen Medusenkopf frühhellenistischer Zeit bereichert werden. 
Nicht unbedeutenden Zuwachs erfuhr die Sammlung der antiken Gläser durch 17 Objekte, 
welche zum Teil neue Typen darstellen. 
Die MÜNZEN- UND MEDAILLENSAMMLUNG hat in der ABTEILUNG FÜR 
ANTIKE und BYZANTINISCHE MÜNZEN weniger nach der Zahl als nach dem Werte 
 
Rudolf Marschall, Vermählungsmedaille auf Erzherzog 
Karl Franz Joseph und Erzherzogin Zita 
eine bedeutende Bereicherung erfahren. 
Das bisher vorwiegend gepflegte Gebiet 
kleinasiatischer Münzen rnußte wegen der 
zurzeit herrschenden Verhältnisse etwas 
vernachlässigt werden. Dafür konnte um 
so mehr Aufmerksamkeit der Anschaffung 
römischer und griechischer Prägungen 
gewidmet werden. 
Aus der Fülle der Akquisitionen sind 
namentlich anzuführen: ein Elektron der 
Stadt Ephesos, ein archaisches Silberstück 
der Stadt Tanagra in Böotien, ein Tetra- 
drachmon der „zweiten" Teilprovinz von 
Makedonien, ein schönes Didrachmon von 
Kyzikos, ein vorzüglich erhaltenes Silber- 
stück aus Maroneia in Thrakien und 
ein ebensolches von Tarsos in Kilikien, 
ein treiflich erhaltenes Bronzemünzchen 
der thessalischen Stadt Eurea und, um 
auch spätere Daten zu berücksichti- 
gen: ein unedierter Aureus des Kaisers 
Hadrian, kürzlich in Ungarn gefunden,
	        

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