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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 4)

hundert, hauptsächlich 
durch den Ankaufeiner 
Reihe von schönen 
Stich- und Feuerwaffen 
eine ebenso erwünsch- 
te wie wertvolle Berei- 
cherung erfahren. Un- 
ter den StichwaEen 
sind eine Serie von 
Galanteriedegen aus 
der Rokokozeit und 
ein etwas älteres De- 
gengefäß besonders 
hervorzuheben. An er- 
ster Stelle muß dieses 
eiserne Gefäß eines 
Prunkdegens, dessen 
Bügel, Knauf und Stich- 
blatt reiche geschnit- 
tene Ornamente auf 
vergoldetem Grunde 
zeigen, genannt wer- 
den. Es ist eine mit der 
Signatur „A. Berand" 
versehenefranzösische 
Arbeit des XVII. jahr- 
hunderts. Außerdem 
verdienen folgendeDe- 
gen, die alle dem XVIII. 
Jahrhundert angehö- 
ren, Erwähnung: ein 
deutscher mit einem 
Griff aus Alt-Meißner Porzellan, ein französischer mit einem Gefäß aus ziseliertern Silber, 
einem GriFf aus Alt-Sevres-Porzellan und einer zweischneidigen Klinge, in die außer reichern 
Dekor auch die Inschrift: „Je cherche un coeur fidele x74o" eingeätzt ist; ein anderer 
französischer Galanteriedegen mit einem polierten Stahlgefäß, in der goldene und silberne 
Rocaille-Ornamente und Jagdtrophäen mit Amoretten eingelegt sind, mit dreischneidiger 
goldgeätzter und gebläuter Klinge; ein dritter französischer Degen mit einem Gefäß aus 
getriebenem Silber; und endlich ein spanischer, in dessen Gefäß Darstellungen der 
Planetengötter geschnitten sind und dessen zweischneidige Klinge mit Goldtausia geziert ist. 
Die FeuerwaEen sind ein schön 
geschmückter Radschloß-Pürschstut- 
zen von Franz Wilhelm Weyrer in 
Wien und eine nicht minder reich 
verzierte Jagdfiinte, der nicht bloß 
durch ihren Meister Johann jakob 
Bähr in Würzburg künstlerische, son- 
dern auch durch ihren Besitzer, den 
aus dem Wappen zu erschließenden 
Fürstbischof von Würzburg Johann 
Philipp von Greifenklau (xögg-xyxg) 
geschichtliche Bedeutung zukommt. 
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Altar aus dem Kreise M. Pachers (Friedrich Pacher ?) 
 
Fünfdukatenstück Kaiser Ferdinands ll.
	        

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