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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 6 und 7)

Viktoryn Pekreky (?) mßp. 
Dieses Kay: vnd Königl: Diploma, ist mit bewilligung der Röm: Kay: 
Maj. Räthe vnd Verordneter Vnter ambtleuthe bey der Landtaffel im König- 
reich Böhem, Jezt berürter Landtaffel, in den anderten Grüngoldenen Kauf 
Quatem Anno 1669 am Mitwoch nach den heiligen Ptingstfeyertagen, das 
ist den 12. Juny sub tit: K. 26 einverleibet vnd von worth zu worth ein- 
geschrieben worden. _ 
Johan Ernst Clralla V. Crowburg 
Ingroßator der Grössern Landtaffel 
im Königreich Böhem. 
mßp. 
Johann Christoph Freiherr von Leskovec starb im Jahre 1680, seine 
Gattin zwei Jahre vorher; beide wurden in Selau begraben. 
Ein besonders kunstsinniger Abt war Daniel Schindler, dem es auch 
vergönnt war, dem Stifte sehr lange Zeit als Leiter vorzustehen (1725 bis 
1752, 1- 1754). Der Kunsttischler „Ferdinandus arcularius" genannt, der Bild- 
hauer Wenzel I-Iebl, der Iglauer Maler Vaclav Nosecky arbeiteten unter 
diesem Abte an der Ausschmückung des Stiftes und der Kirchen, die dem 
Stifte Selau zugehörten. 
Deren Werke zeugen heute noch von dem Kunstsinn des auftrag- 
gebenden Abtes und dem Können seiner Mithelfer. 
Zur Zeit des Abtes Gabriel Fliegl (1774-1792) unter der Regierung 
KaiserJosefs II. sollte auch Selau aufgehoben werden und stand dessen Name 
bereits auf der Liste mit Angabe seines Schätzungswertes (25g.154 Gulden), 
doch kam die dem Stifte drohende Prozedur nicht zur Durchführung. 
Im Jahre 1807 übernahm Selau das städtische Gymnasium in Deutsch- 
brod (Nemecky-Brod) und versah es mit Direktoren und Professoren bis zum 
Jahre 1885; es ist das jetzige böhmische k. k. Staatsrealgymnasium. 
Als Hausfarben benutzt das Stift die beiden Farben der Felder seines 
Schildes, Blau und Rot. 
TEPL. 
Wappen: in Gold drei schwarze Hirschgeweihe, z, 1 gestellt (Abb. 6). 
Das im nordwestlichen Teile des Königreiches Böhmen auf einer Hoch- 
ebene in der Nähe von Marienbad gelegene „Herzogliche Prämonstratenser- 
Chorherrenstift Tepl" (Klaster Tepla) - Ducalis Canonia Hroznatea 
Teplensis - war im Jahre 1 193 von dem Vladiken Hroznata, einem Sohne des 
Sezyma und der Dobroslawa, diese aus dem Hause Öernin, gegründet worden. 
Hroznata, ein sehr frommer Mann, beschloß, als Jerusalem in die 
Hände des Sultans Saladin gefallen war, sich dem Kreuzzug dorthin anzu- 
schließen und vermachte vor seiner Abreise im Jahre 1197 die Herrschaft 
Tepl mit allem Zugehör seiner neuen Gründung. 
I-Iroznata eilte darauf nach Italien, um von dort mit den übrigen Kreuz- 
rittern nach dem Osten zu ziehen, als aber der Kreuzzug wegen des Todes
	        

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