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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 6 und 7)

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Monogramm des Stiftes, im dritten eine goldene Lilie und im vierten Felde 
die Rose der Rosenberg. 
Der Konvent führt in seinem Siegel zwei nebeneinanderstehende 
Schilde (Abb. 25); in dem vorderen die Madonna mit dem Kinde, im rück- 
wärtigen das Monogramm des Stiftes. Oben zwischen den beiden Schilden 
ist ein zweiarmiges sogenanntes Patriarchal-Kleeblattkreuz sichtbar, eine 
Nachbildung jenes kostbaren Reliquienkreuzes byzantinischen Ursprungs, 
das dem Stifte im XIII. Jahrhundert von Zawis von Falkenstein geschenkt 
worden war. Unten erscheint ebenfalls zwischen den beiden Schilden frei 
schwebend die Wappenrose des 
Gründers. Die Siegellegende lautet: 
SIGILLVM CONVENTVS 
ALTOVADENSIS S. O. CIST. 
Die I-Iausfarben des Stiftes 
Hohenfurt sind Rot-Weiß, wahr- 
scheinlich demWappen der Rosen- 
berg, der roten Rose in Silber, 
entnommen. 
HIMMELSPFORTEN. 
Wappen: zwei Schilde; im ersten 
in Blau das strahlende, goldene 
Auge Gottes, im zweiten das 
Wappen von Böhmen, in Rot ein 
gekrönter, goldgezungter und be- 
wehrter silberner Löwe mit Dop- 
pelschweif. Über beiden Schilden 
erscheint eine goldene Laubkrone 
(alte Königskrone), durch die ein 
Pastorale gesteckt ist (Abb. 26). 
Das Königliche ZiSiCYZiP-Il- Abb. 2a. Königliches Zisterzienserinnenstift „Himmels- 
serinnenstift „I-Iimmelspforten" - Pfomn" 
Porta coeli - (Bräna nebes) war im heute Vorkloster Tischnowitz (Pi-ed- 
klasteH u Tisnova) genannten Orte der Bezirkshauptmannschaft Brünn in der 
Markgrafschaft Mähren, zirka drei Stunden von der Hauptstadt entfernt, im 
Jahre 1233 von Konstanzia, der Tochter des ungarischen Königs Be'la und 
Witwe nach dem König Premysl Ottokar I. von Böhmen, gegründet worden. 
Die Klosterkirche wurde Mariä Himmelfahrt geweiht. In den Jahren 1425 
bis 1454, dann 1618 bis 1625 stand das Kloster leer, bis es endlich am 
19. März 1782 unter Kaiser Josef II. gänzlich aufgehoben wurde. Sämtliche 
Urkimden dieser alten Stiftung sind leider dabei in Verlust geraten. Die 
Klostergebäude kamen in den Besitz der Familie Mundy, später in den der 
Familie Wittinghof-Schell. Im jahre 1861 i-iel der ganze Komplex der Kloster- 
gebäude wieder in den Besitz der Kirche. Er wurde von dem sächsischen 
 
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