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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 6 und 7)

Apostelgruppe vom Marienakar in Creglingen von Tilmann Riemenschneider 
Petrus und der 
Münchener Holz- 
(Abb. 8) oder der 
Würzburger Stein- 
Egur an der Marien- 
kapelle, zwischen 
dem dortigen Bi- 
schof Wolfgang 
und einem der un- 
gezählten Kilians-, 
Nikolaus- und Bur- 
kardfiguren?! Wie 
prägt Riemen- 
schneider selbst 
seinen Porträten, 
dem Grumbach, 
Bibra, Scheren- 
berg, Trithemius, 
die familienähnli- 
chen Züge seiner 
ManierumAugen, 
Stirne und Mund 
auf, und bei den 
fünf großen Figu- 
ren in Kefermarkt, 
beidenenUbellmit 
porträtmäßigen 
Entlehnungenrech- 
net, sollte das der 
fränkische Meister 
so ganz verab- 
säumt haben?! 
DieEngelund 
Putten am Altar in 
Kefermarkt endlich 
sind muntere, da- 
seinsfrohe Knaben 
dieser Welt, die mit den weltentrückten, mädchenhaften Geschöpfen Riemen- 
schneiders mit ihren wehmütigen Zügen in den schmalovalen Gesichtern 
mit langen schmalrückigen, 
fast klassischen Nasen nicht das Geringste 
zu tun haben (Abb. 9 bis 10). Es ist ungefähr dasselbe Verhältnis wie 
zwischen Donatellos und Robbias tanzenden und singenden Engelnf" Man 
 Nur ein einziges Mal hat Riemenschneider sich der Punen bedient, am Grabmal des Bischofs 
Lorenz von Bibra (1517 - 1519). S. Streit, a. a. 0., Taf. 85. Sie erscheinen dort als ausgesprochene Renaissance-
	        

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