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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 6 und 7)

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alter Stoffvorbilder abhängig, wie sie zu Ende des XIX. jahrhunderts so 
verbreitet war. Noch sieht man zahlreiche Übertragungen alter Damastmotive 
und anderer edler Gewebe durch Tapetendruck auf Papier. Daneben erfreuen 
aber wieder so viele gute neue Arbeiten, die ganz von der Frische und 
Leistungsfähigkeit einer jüngeren Künstlergeneration erfüllt sind, daß man den 
Eindruck einer kommenden Regeneration der österreichischen Tapete erhält. 
Die drei Firmen Piette, jacksch, Thausig 8: Komp. haben sich der 
Führung durch die ausgezeichnete Schulung und die vielfältige Begabung 
der jüngeren Generation von kunstgewerblichen schaffenden Kräften an- 
vertraut. So kann man das neue Leben pulsieren sehen, das in die alten 
und bedeutenden Betriebe eindringt. 
Professor Witzmann hat die Aufmachung der Ausstellung in geschmack- 
voller Weise besorgt. Er hat mehr wie ein halbes Hundert Ausstellungs- 
kojeneingebaut,von 
denen jede mit Hil- 
fe einer einzigen 
ausgewählten Ta- 
pete einen Raum- 
eindruck vermittelt. 
Möbelstücke mo- 
derner und alter 
Provenienz ergän- 
zen die Wirkung 
und geben zugleich 
eine Probe auf die 
Verwendbarkeit der 
Tapeten. Es ist sehr 
instruktiv, zu sehen, 
wie moderne Mö- 
bel und wie alte 
Stilmöbel in ihrer 
Umgebung die An- 
wendung neuer Ta- 
peten vertragen. 
Man kann eine 
Tapete ja nur in 
bezug auf ihre Wir- 
kung im geschlos- 
senen Raume rich- 
tig einschätzenUnd 
man muß oft auf 
den Fall gefaßt sein, 
Tapete der Wiener Tapetenfabrik Thausig a Komp., entworfen von w. Suchomel daß eine alte Elf" 
(Raum s) richtung erhalten
	        

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