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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 6 und 7)

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werden soll und 
dennoch eine neue 
Wandbespannung 
einzuführen ist. Ge- 
rade diese Probe 
bestehen einige der 
fortgeschrittensten 
und kühnsten Ta- 
petenentwürfe aus- 
gezeichnet. 
In dem We- 
sen des modernen 
Flächenschmuckes 
liegt es, daß eine 
kräftigere, energi- 
schere Farbenge- 
bung einsetzt, die 
lieber von der Bau- 
ernkunst und von 
der Kunst primiti- 
ver Völker als von 
der raffinierten und 
abgeschlossenen 
Kunst hochstehen- 
der Kulturen Anre- 
gungen aufnimmt. 
Einige der be- 
sten Arbeiten die- 
ser Ausstellung be- 
Sitzen den Starken Tapete der Wiener Tapetenfabrik Thausig 8: Komp, entworfen von Franz Maler 
(Raum m) 
farbigen Zusam- 
menklang tieftoniger Glasfenster oder kühner Bauernstickereien, wie die 
Papageientapete Jungnickels und die Dorftapete von Zülows. Trotzdem 
vertragen sie sehr wohl die Nachbarschaft alter Bilder und Möbel aus der 
Biedermeierzeit oder die ruhigen Farben alter Keramik, denen sie einen 
durchaus passenden Hintergrund abgeben. Professor Hoffmann hat für 
diese Tapeten eine Raumgestaltung geschaffen, die ihre Anwendung in 
einem Landhause reizvoll verführt. 
Eine andere starkfarbige Tapete von Zülows hat Architekt j. Wimmer 
in einem Gartensalon eigenartig verwendet. In all diesen Fällen bildet die 
Tapete einen starken selbständigen Wandschmuck, der unter Umständen 
Bilderschmuck leicht entbehrlich machen kann. 
Das Musikzimrner C. Bambergers zeigt die Anwendung von figuralen 
Tapeten Nechanskys, die nicht mehr als Hintergrund dienen wollen, sondern
	        

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