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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 8 und 9)

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schaltenf" Die Ulmer Herkunft des Albarellos von 1544 könnte eher im 
Zusammenhang stehen mit dem Umstand, daß Hirschvogels künstlerische 
Tätigkeit, wie oben erwähnt, durch vielfache Beziehungen mit der Familie 
Gienger verknüpft war, die zu den ältesten Geschlechtern von Ulm gehörte. 
Georg Gienger war 
gerade in der hier 
in Frage kommen- 
den Zeit (gegen 
1544) Landvogt der 
österreichischen 
Landvogtei Ober- 
schwaben. Sein 
Vater Damian ist 
im Jahre 1544 von 
KönigFerdinandI. 
zum Ritter des 
heiligen römischen 
Reiches erhoben 
worden, für Lei- 
stungen im Bau- 
ernkrieg. Aus ähn- 
lichem Anlaß wur- 
de schon früher 
der mutmaßliche 
UrbesitzerderKöl- 
ner Fayence-Eule 
vorn Jahre 1540, 
der Bürgermeister 
Kessenring in Über- 
lingen am Boden- 
see, mit dem Adels- 
brief ausgezeich- 
net. Das Ehrenge- 
  
 
schenk des Eulen- 
J 4 4d n d: 
D52iiiiiikgäi-Kitcäiäiätyfßääli Pokaß kömmhm 
Georg Gienger, der 
Abb. 2B. Wappen des Franz Igelshofer, Radierung von Augustin Hirsehvogel zuerst in Diensten 
des Konstanzer 
Hochstifts stand, vermittelt haben, ebenso wie man in seinem Bruder 
4' Auch den Umstand, daß der Hamburger Teller (Abb.25) aus einer Stuttgarter Privatsammlung kommt, 
wird man nicht ernstlich zu deren Ungunsten in die Wagschale werfen können. Als gleichwertiges Argument 
könnte dem gegenüber Hirschvogels Porträtradierung des Chunrad Schallius Stuttgardin. Civis (B. 4a) (Abb. 9) 
geltend gemacht werden. - Villingen im Schwarzwald, auf das von anderer Seite hingewiesen wird, steht, 
soweit ich nach dem Ofen des Hans Kraut in London urteilen kann, in stilistischem Zusammenhang mit der 
Schweiz (Winterthur). Vielleicht gehört dahin ein frühes Kaehelfragment mit der Kreuzigungsdarstellung im 
Besitz von Direktor Pazaurek in Stuttgart. Den Wappenteller von 1548 in Sevres (Studien etc. Abb. 98) möchte
	        

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