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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 8 und 9)

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A. Walcher von Molthein eine Studie über Arbeiten aus dem Kreise der Wildensteiner 
Ritterschaft. 
Man sieht aus dem trefflich ausgestatteten Heft, mit welchem Ernst und Feuereifer 
auch dieses neue Unternehmen des so emsigen und rührigen Volkskundeforschers angefaßt 
ist. Und man freut sich, daß sichtlich das offizielle Interesse dem so wertvollen Unternehmen 
immer mehr zugewendet wird; daß die Volkskunst immer höher gewertet wird, daß die 
Zugänglichkeit und die Fruchtbarkeit der Anregungen immer günstiger sich gestaltet, immer 
weitere Kreise zieht. 
Man muß dieser interessanten Publikation nur lebhaft die wärmste Unterstützung 
seitens der maßgebenden und der fördernden Faktoren wünschen, sowie das Wachsen und 
Gedeihen für die Zukunft. 
Es wird damit nicht bloß Einzelnen gedient, sondern einer großen Sache und einem 
bedeutenden Werk. Hartwig Fischel 
EIMKÜNST UND HEIMATKÜNST: von Frz. I-Ioermann. Grundzüge einer 
praktischen Ästhetik des Bürgerhauses, des Städtebaues und des Dorfbildes nennt 
der Verfasser des kleinen, gut illustrierten Buches seine Arbeit. Sie ist als Lehrbehelf für 
den ästhetischen Unterricht eines Schülermaterials entstanden, das der Mehrzahl nach 
aus der siebenten und achten Volksschulklasse stammt und dem kunstgewerblichen 
Gebiet ohne Vorbereitung gegenübersteht. Einer Einführung in die ästhetischen Grund- 
begriffe folgt die Kunstwanderung durch Wohnräume, Haus, Stadt und Dorf im Sinne 
neuzeitlicher Bestrebungen. In den Text sind zahlreiche Zitate eingeflochten, die zugleich 
den Hinweis auf einen Teil der einschlägigen Literatur bilden. Der Autor tritt für das 
Prinzip der Weiterentwicklung aus dem Vorhandenen ein, bekämpft alle großen Ent- 
wicklungssprünge und die künstlerische Anarchie. Er resümiert die Urteile hervorragender 
zeitgenössischer Autoren und gibt dadurch ein Bild von dem Standpunkt, welchen einige 
maßgebende Künstler und Kunstschriftsteller einnehmen,sowie von den ästhetischen Grund- 
regeln, Erfahrungssätzen, Zielen, welche heute bereits vielfach gelten. Sie sollen einer 
gesunden produktiven Tätigkeit auf dem Gebiete des Hausbaues und der Einrichtung des 
Hauses Vorarbeiten und die Stellungnahme gegenüber den Mängeln und Schwächen 
unserer heutigen Anlagen günstig beeinBussen. Das Buch wird mit Vorteil von jenen 
gelesen werden, welche berufen sind, in diesen Fragen theoretisch oder praktisch fördernd 
zu wirken. H- F. 
ER BÜCHEINBAND," ein Handbuch für Buchbinder und Büchersammler von 
G. A. E. Bogeng. Während Paul Kerstens Buch über den exakten Bucheinband das 
Handwerkliche der Buchbinderei behandelt, führt G. A. E. Bogeng eine Bereicherung der 
Literatur über das Ausgestalten des Buches - welche der Verlag Wilhelm Knapp so 
eifrig pflegt 2 in anderem Sinne aus. Er hat vorwiegend die Bedürfnisse des Bücher- 
freundes im Auge und gibt dern Buchbinder Einblick in die historische Entwicklung seines 
Handwerks. 
Der Bibliophile wird darin systematisch nach Paragraphen geordnete Abhand. 
lungen über Gebrauchsformen, Einbandstoffe, Einbandverzierung, Entwicklung der Ein- 
bandkunst und praktische Winke für Sammler finden, denen ein Literaturverzeichnis 
angeschlossen ist. In übersichtlicher Weise ist die Materie durch Schlagworte gegliedert, 
der theoretische Aufbau ist mit Gründlichkeit und Sachkenntnis gefügt, so daß man über 
die einschlägigen Fragen leicht und rasch Auskunft erhält. Die Abbildungen sind auf ein 
Minimum reduziert, weil das Buch nicht durch Anschauung sondern durch Bereicherung 
des Wissens wirken will. 
" Verlag von Gerhard Kühtmann, Dresden. 
"i Verlag von Wilhelm Knapp in Halle a. S. 19:3. 
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