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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 10)

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aber niemals jene gehobene Stimmung hervor- 
gerufen, die eine Vorbedingung jeder seelischen 
Erhebung ist. Es wurde also gerade das nicht 
erreicht, was man als letzten und eigentlichsten 
Grund dieser das Volksempfinden im tiefsten 
Innern ergreifenden Ausstellung bezeichnen muß. 
Hier, wo es sich um eine wahre Kulturtat handelte, 
hat der Ingenieurtrick versagt. Man sieht, es gibt 
Momente, wo der Imperialismus der beherrschten 
Materie Schiffbruch leidet. Ein echtes Kulturbedürfnis 
läßt sich mit Ungeheuerlichkeiten moderner Bauphan- 
tasie nicht befriedigen. 
Man mußte also für die historische Ausstellung 
ein eigenes Gebäude errichten, und das Ergebnis war, 
daß trotz ihrer bevorzugten Stellung nicht die jahr- 
hunderthalle, deren Name allein schon sprachliche 
Bedenken erregt, den geistigen Mittelpunkt der ge- 
samten Anlage bildet, sondern vielmehr das in bezug auf 
Höhe und Aus- 
dehnung weitaus 
bescheidenere, 
aber dafür künst- 
lerisch reizvolle 
Gebäude der 
Ausstellung historischenAus- 
zurjahrhundenfeier derBe- . 
freiungskriege. Chronos mit stellung' Hler ha- 
Uhr. Bronze von Thomire ben Masnef und 
(Schlesisches Museum für - - 
Kunstgewerbe und Altenü- PoelZ1g' Jener als 
rner, Breslau) Leiter und Orga- 
nisatorund dieser 
als ausführender Architekt, eine Lei- 
stung vollbracht, die widerspruchs- 
losen Beifall findet. 
Eine unübersehbare Fülle von 
Objekten ist hier zu einem lebendigen 
und eindrucksvollen Organismus aus- 
gestaltet, der die Macht des großen 
Befreiungsgedankens in einer Leben- 
digkeit vor die Seele führt, daß wir für 
Augenblicke förmlich Mithandelnde zu 
sein glauben, und mit einem Male leb- 
haft empfinden, wie uns das vorige Ausstellung zur jahrhundertfeier der Befreiungs- 
Jahrhundert Sozusagen noch in allen knege. Standuhr aus vergoldeter und schwarz- 
_ patiniener Bronze, Pariser Arb "t R ' h {H h. 
Gliedern steckt. benpnohnsnfäk; m Sg" 0c 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  

	        

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