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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 10)

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Eine alte Beobachtung lehrt, daß die dritte Generation in der Regel 
pietätlos gegen die Hinterlassenschaft der ersten verfährt. Die Enkel räumen 
auf unter den Werken der Großväter. Es muß Platz geschafft werden für 
die Gegenwart. Es fehlt das Verständnis für „den alten Kram" und erwacht 
erst, sobald die vierte Generation, die der Urenkel, an die Reihe kommt. 
Der Urgroßväterhausrat ist Rarität geworden und wird nun geschätzt und 
gepflegt. Auch das zunehmende historische Empfinden des XIX. Jahr- 
hunderts hat die Zerstörungstendenz gegenüber dem Allzuvielen aus ver- 
Ausstellung zur jahrhundertfeier der Befreiungskriege. Raum 3: Blücher 
gangenen Tagen abgeschwächt, so daß, als der Ruf nach einer historischen 
Ausstellung zur Jahrhundertfeier der Befreiungskriege durch die Lande 
ging, die Menge der fromm gehüteten Schätze zum gewaltigen Strome an- 
schwoll. Man hatte eine ungeheure Fülle von Dingen vor sich und jedes 
einzelne umweht vom Hauche geheimen inneren Lebens, geweiht durch 
die Erinnerung an eine schwere und dennoch herrliche Zeit. Es schien, als 
wären die Helden selbst aus ihren Gräbern gestiegen mit allem, was ihnen 
einst wert und teuer war. Aber nicht als unübersehbare Masse, als wert- 
voller Bestandteil eines streng geschlossenen Kunstwerkes tritt uns jede 
Einzelheit vor Augen, und die Ausstellung selbst als Schöpfung aus einem 
Geiste entsprungen, nach einem Plane durchgeführt, nach einem Willen
	        

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