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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 12)

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schliff in seiner edelsten Form. Auf dem Gebiete des Porzellans und der 
Fayence setzen die bewährten Firmen die begonnenen Wege fort. So bringt 
E. Wahliss in seiner Serapis-Fayence eine weitere Vervollkommnung des 
bisher Erreichten und in einem weißen Tafelservice mit Goldrand eine vor- 
nehme Lösung für das Gebrauchsporzellan. Die Zahl der kunstkeramischen 
Werkstätten ist im Wachsen 
begriffen. Die stark vergrößer- 
te Gmundner Werkstätte ( ver- 
einigte Wiener und Gmund- 
ner Keramik) wäre als der pro- 
duktivste und werktätigste Be- 
trieb vor allem zu nennen. 
Die neugegründete kera- 
mische Werkgenossenschaft, 
welche die Arbeiten der drei 
Damen I-Ljohn, R. Neuwirth, 
I. Schwetz-Lehmann verei- 
nigt, sei hervorgehoben, sie ist 
auch diesmal durch viele reiz- 
volle Arbeiten vertreten, unter 
denen einesehr glückliche figu- 
rale Tischdekoration beson- 
ders hervortritt. Hugo Kirsch, 
E. Meier-Michl, Kuntner in 
Bruneck, E. Klablena in Lang- 
enzersdorf, sind auf den schon 
betretenen Bahnen eifrig be- 
müht, sich weiter zu entfal- 
ten. Olga Sitte hat reizvolle 
Tierfiguren, julie Sitte und 
Robert Obsieger machen der 
von Professor Michael Po- 
wolny geleiteten Werkstätte Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe rgx3-1gi4. Missale 
Romanurn aus dem Besitze Seiner Exzellenz des hochwürdigslen 
für Kefämik de!" Wieflöf Herrn Fürsterzbischofs von Wien m. Friedrich PiHl. Im Auftrage 
Kunstgewerbeschule beson_ des Chorherrenstiftes Klosxerneuburg hergestellt von der k.k.Kunst- 
dere Ehre. Die großen dekora- gewerbmhule m wie" 
tiven Stücke, welche als architektonischer Schmuck im Zentralraum 
sinngemäß verwendet sind, zeigen eine so vortreffliche Bewältigung großer 
technischer Schwierigkeiten und eine so eigenartige und persönliche künst- 
lerische Konzeption, daß sie zu den schönsten Erfolgen der Schule gerechnet 
werden müssen. Die Fachschulen in Teplitz, Bechyn und Znaim sind ihren 
guten Traditionen treu geblieben. 
Die Kleinplastiker haben unter Führung Professor Franz Barwigs 
besonders schöne Leistungen aufzuweisen. Professor Barwig selbst ist 
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