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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 12)

siegreiche Durchdringung 
eines Arbeitsfeldes mit dem 
Geiste unserer Bewegung 
klar gemacht werden. Die 
bahnbrechenden Leistun- 
gen der Wiener Werkstätte 
haben auf fruchtbaren Bo- 
den Anregungen ausge- 
streut. Diesmal ist eine 
ganz beträchtliche Anzahl 
von Vitrinen zu sehen, die 
gute Juwelierkunst aufwei- 
sen. A. Heldwein und O. 
DietrichbringenAusführun- 
gen nach den Ideen ent- 
werfender Künstler, unter 
denen Professor Delavilla, 
I-I. Bolek, D. Peche, M. Os- 
wald, Milla Weltmann, E. 
Margold zu nennen sind. 
F. Hauser hat zahlreiche 
tüchtige Arbeiten nach ei- 
genen Entwürfen ausge- 
führt. Ebenso E. Pflaumer. 
Die Vorliebe, mit wel- 
cher diese Schmuckstücke 
heute schon von künstle- 
risch empfindenden Damen 
getragen werden, ist be- 
trächtlich gewachsen. Es 
habensichsogarauchschon Ausstellung österreichischer lfunstgewerbe 1gx341gx4. Herren- 
. . ZllnmCßhGCh Entwurf vom Architekten Maurice Herrgesell ausgeführt 
ganz brauchbare mdustnel- m, Amen Hammel, 
leVerwertungen der Grund- 
gedanken modernen Schmuckes eingestellt, die nicht bloße Imitationen sind. 
Beim Schmuck ist der Vorzug feinen Materialgefühls und der hohe Wert 
handwerklichen Könnens ganz besonders einüußreich. So ist es das wach- 
, sende Verständnis für den farbigen Reiz der Halbedelsteine, des Bernsteins, 
der Perlmuschel, das den Juwelier dazu brachte, größere Farbenflächen von 
besonderem Farbenwert durch reizvolle Fassung herauszuheben. Andrer- 
seits hat er vom Volksschmuck gelernt, durch Treibarbeit und Filigran- 
technik, durch sinnvollen Formenreichtum die Banalität der so allgemein 
verbreiteten Fassungsmethoden zu überwinden und eine wirkliche Gold- 
und Silberschmiedearbeit. eine handwerkliche Leistung an die Stelle der 
mechanischen, maschinellen Arbeit zu setzen. 
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