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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 12)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ramses - Kolosse 
mit ihrem Riesen- 
maße der Leiber 
oder die Bildnisse 
der großen Köni- 
gin Hatschepsut, 
der ägyptischen 
Katharina, denen 
man, um sie zu 
ehren, das Attri- 
but der männli- 
chen Statuen, den 
tannenzapfenför- 
migen Kinnbart, 
anheftete. Echna- 
ton trat freiwillig 
aus dem geweih- 
ten Bezirk seines 
gekrönten Amtes, 
und sicher war es 
sein eigener 
Wunsch,wenn 
sein Hofbild- 
hauer Thut- 
rnessidessen um- 
fangreichesWerk- 
stattsgelände nun 
von derdeutschen 
Orientgesellschaft 
freigelegt wurde, 
ihn und die Seinen Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe 
rgx3-r9x4. Batikschal von Dora Wibiral 
nicht stlllsiernson- in Wmmr 
dern ähnlichkeits- 
getreu darstellte. Reliefs solcher Art, in Kalksteinplatten 
geritzt und polychrom behandelt, kannte man schon. 
gewerbelgxa_lgu_schal,lufcold_ Auf dem u einen König und" Königin auf Goldgrund. 
wund weiß-schwarz gestickt von Er mit grunem Netzgewirk uber der Perücke, sie läßt 
Mariel-ländler undMai-ie Bemhllber ihn an einer Blume riechen. Und auf dem andern, 
unter den Strahlen der Sonne, also im Licht der Gott- 
heit, das Paar mit seinen Kindern, die um ihre Knie spielen oder auf dem Schoß sich 
schmiegen. Dies Familien-Zärtliche begegnet auch bei den jüngsten Funden. Wir 
sehen hier die Kalksteingruppe des küssenden Königs, der auf dem Thron sitzend 
eine kleine Prinzessin im Arm hält und sie mit spitz vorgeschobenem Munde liebkost. 
Sehr charakteristisch, von einer unheimlichen Lebendigkeit, scheinen dann die 
Porträtskulpturen dieser Prinzessintochter und ihrer beiden Schwestern. Aus hartem, 
braunem Sandstein sind sie, und diese Farbe verstärkt noch das Rassige des Typs 
mit dem Ovalgesicht, den flachen nubischen Nasen, den etwas eckigen Ohren und dem 
höchst markanten besonderen Kennzeichen, dem lang nach hinten ausladenden, durchaus 
birnenförmigen Schädel. 
Man wäre geneigt, diese seltsame Bildung darauf zurückzuführen, daß hier 
vielleicht der Schädel nach der Fassen einer bizarren Frisur, einer Frisur, die auch 
in der heutigen Mode vorkommt, stilisiert wurde. Aber auf einem älteren Relief der 
Ausstellung österreichischer Kunst-
	        

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