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Volltext: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 12)

 
Ausstellung österreichischer 
Kunstgewerbe 1913-1914. 
Vase. rot überfangen, ausge- 
führt von der k. k. Fachschule 
in Haida 
wird, an dem es 
homogen wirkt. 
Da berühren 
sich verwandte 
Bestrebungen, da 
treffen sich kon- 
geniale Geister. 
Da tritt nicht ein 
Fälscher mit un- 
aufrichtiger Höf- 
ichkeit hinter ei- 
nem echten Künst- 
 
Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe 1913 
bis 1914. Glas, Kristall, weißes Email, schwarz 
iiberfangen und durchschliifen, von Karl Schappel, 
Haida 
ler zurück. Da sucht nicht ein Träumer, Vergangenem, 
Verlorenem mit raffinierten Wiederbelebungsversu- 
chen einen Schein von Lebendigkeit zu verleihen. 
Es zeigt sich der Stolz eines starken und seiner Ehr- 
lichkeit und Kraft sicherenWerkmannes, der sich als der 
Vertreter und Verkünder der Zeit- 
gedanken fühlt, wenn er einen alten 
Künstler wie einen Gast bei sich 
begrüßt. 
Einst tauschten die befreun- 
deten Künstler verschiedener Län- 
der gelegentlich ihre Werke - „um 
ihreHandschrift zu weisen". So dür- 
fen auch wir heute schon wieder 
Werke alten oder fremden Kunst- 
gewerbes getrost neben unsere neuen setzen. Wir haben 
unsere eigene Handschrift, die neben der alten bestehen 
 
Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe 1913-1914. 
jardiniere. Kristallglas, nach Entwurf von Adolf Engel 
von j. ä L. Lobmeyr 
kann. Wir brau- 
chen nicht Ur- 
kunden zu fäl- 
schen,umdurch 
ein hohes Alter 
unsere Arbeit 
höherzuwerten, 
das Datum un- 
sererTage steht 
mit deutlicher 
Schrift auf un- 
serer Leistung 
vermerkt und 
wir dürfen den 
stolzen Glauben 
 
Ausstellung österreichi- 
scher Kunstgewerbe 1913 
bis 1914. Vase. ausgeführt 
von der k. k. Fachschule in 
Steinschönau
	        

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