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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 1)

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Die beiden kleineren Mumienbilder im engeren Sinne stellen eine Frau 
(Abb. 2), offenbar eine Griechin, und einen Mann vom semitischen Typus 
dar. Ein Semite war wohl auch die Mumie, zu deren Zierde die dargestellte 
kolorierte Büste mit den eingesetzten Glasaugen gedient hatte (Abb. 3). 
Die zweite ausgestellte Porträtmaske stellt dagegen einen jungen 
Griechen dar. 
Vier Handschriften des Livius erläutern die Überlieferungsart seiner 
Werke bis zum modernen Druck, indes eine Xenophon-Rolle auf Papyrus 
(III. Jahrhundert n. Chr.) an der anschließenden Wand auch die älteste 
„Buchform" des Livius darstellt. Handschriften anderer Historiker des 
Altertums führen uns die mannigfachen Formen der Buchausstattung in 
der Renaissance vor. Neben prächtigen Beispielen fiorentinischer Miniatur- 
malerei (Cod. 20 Livius, Cod. 34 Cäsar) mit kunstvollen Randleisten, in 
deren Flechtwerk Putti mit allerlei Tiergestalten munteres Spiel treiben oder 
Medaillons mit antiken Cäsarenköpfen, Reiterbildnissen oder dergleichen 
halten, liegen kostbare Handschriften mit Buchschmuck französischer 
Illuminatorenüila- 
vius josephus Cod. 
. -  ,  2528,CurtiusRufus 
gzmm rammt-unwahre! '  m}; Cod- 2566), in de- 
f llfßmilllmßiüdtüßutjl_ V tadfalmmt nen farbenpräch- 
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tige Darstellungen 
von Schlachtensze- 
nen, frische Land- 
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te Innenräume mit 
zierlichen, durch 
köstlicheDroleries 
belebten Umrah- 
mungen und Zier- 
leisten in Dorn- 
blattsystem wett- 
eifern. Für die 
griechische Minia- 
turmalerei kenn- 
zeichnend ist ein 
interessantes Me- 
nologium für den 
MonatOktober(Le- 
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gen der in diesem 
Abb. 4. Miniatur aus der deutschen Übersetzung des Trojanischen Krieges von Monat verehrten 
johannes von Columna (Cod. 2773) Kalenderheiligen 
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