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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 1)

Pariser Herbstsalon. Kinderzimmer von Andre Helle 
darin, daß alles Neue in Paris nur dann die Gunst des Publikums erwirbt, 
wenn es durch reiche Leute in die Mode gebracht wird. Es handelt 
sich momentan darum, diese Gesellschaftsschichte zu erobern, und das 
größte Hindernis hiefür ist die noch immer allgemein herrschende Vorliebe 
für echte alte Möbel. Immerhin scheint man sich jetzt einem Wendepunkt 
zu nähern; es wird nicht mehr wie früher von den „abscheulichen 
modernen Einrichtungen" gesprochen, ja es gehört beinahe zum guten 
Ton, die Arbeiten eines Follott, eines Andre Groult, Dufrene oder Mare 
auf den ersten Blick zu kennen und darüber ein fachgemäßes Urteil zu 
äußern. Die starke Beteiligung der „Artistes Decorateurs" im Salon 
d'Automne beweist, daß derartige Ausstellungen auch zu praktischen 
Resultaten führen. In den unteren Räumen des Grand Palais sehen 
wir über dreißig verschiedene Zimmereinrichtungen. Auf Paul Follots 
Leistungen war man nach seinen vorhergehenden Erfolgen natürlich 
sehr gespannt. Sein Schlafzimmer für eine Dame ist ein wahres Schmuck- 
kästchen, in den Farben sehr diskret gehalten: ein harmonisches Zu- 
sammenwirken von Lavendelblau, Mattviolett und Altsilber in Stoffen, 
Wandverkleidung und Teppichen. Die anscheinend einfachen Formen 
der Möbel bringen das kostbare Material (Palisander mit kunstvoller 
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