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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 1)

fragmentierten Putto mit er- 
hobenem linkem Arm gebildet 
wird. Auch dieses Figürchen 
ist uns unbeschädigt schon als 
Wiener Modell bekannt. Wir 
finden es wieder auf dem präch- 
tigen Pantherhenkelkrug des Turi- 
ner Museo Civico (abgebildet Wiener 
Porzellanwerk, Tafel VI, Abb. 3). Mit 
der rechten Hand hält der Putto da einen auf 
dem Kopfe ruhenden Korb mit Früchten, die 
Linke ruht auf dem Knie und von der rechten 
Schulter hängt ein Sack herab. Endlich ist auch 
das Rüsselende des Tieres in Silber gefaßt. 
Der Elefant steht auf einer ovalen Porzellan- 
platte, die mit vier großen Laub- und Bandel- 
werkkartuschen in Eisenrot, Lila und Blau bemalt 
ist. Von der gebuckelten Silbermontierung dieser 
Platte hängen aus Silber getriebene kräftige Gir- 
landen von Früchten 
und Blumen herab, 
deren Mitte in die 
Höhe genommen ist, 
Abb. 2. Figur vom Wiener Porzellan- wobei an dieser Stelle 
aufsatz (Kaisggisrlgäull-Eggemitage, St. vier bunte mit  
gehöhte P0rzellanmas- 
karons in Relief angebracht sind. Es sind Fratzen- 
köpfe mit aufgestülpter Nase, wie sie als Füße auf 
runden Wiener Wochenterrinen vorkommen (ver- 
gleiche die Abbildung in dieser Zeitschrift 1908, 
S. 200). Diese Köpfe auf dem Petersburger Aufsatz 
sind wiederum mit plastischem Rebenlaub und 
Trauben verziert. Vier silberne schlanke Voluten- 
füße tragen die Porzellanplatte und stehen auf dem 
runden silbernen Fußsockel mit seiner durch- 
brochenen Galerie in Regenceformen. Diese 
herausnehmbare runde Platte ist reich graviert 
mit einem teilweise gepunzten Laub- und 
Bandelwerkfries, der durch acht ausgesparte 
Felder die Standflächen für acht Figuren und 
acht Schalen angibt. Ob die jetzt vorhandenen 
kleinen chinesischen Emailbecher mit iiguralen 
Darstellungen die Originale sind oder nicht 
 
  
Abb. 3. Figur vom Wiener Porzel- 
lanaufsatz (Kaiserliche Eremitage, 
etwa an Stelle verloren gegangener Porzellan- SmPetersburg)
	        

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