MAK
III. 
Beziehungen zum Auelqnde. 
In dem Ausweise über den Vertrieb der Beprodnetionen des Museums zeigt sich 
die stetige Erweiterung der Beziehungen der Anstalt zum Auslnnde am eclatnntesten. 
Aber auch die dsselbst nicht aufgeführten verwandten Institute, welche neuerdings in 
Deutschland entstsnden oder noch im Entstehen begriffen sind, haben wenigstens insofern 
eine Verbindung mit dem Oesterr. Museum angeknüpft, als sie die Schriften iibw die 
innere Organisation desselben verlangten mit der ausgesprochenen Absicht, die hiesigen 
Einrichtungen zum Muster zu nehmen. Der Austausch von Publicstiunen wurde theik 
förmlich pbgunalcht, thsils fsetisch durchgeführt zwischen dem Museum einerseits und 
dem französischen Unterrichtsmiuisterium, dem Scienee und Art Departement in London 
und neuestens der Smitbsenian Institution in Neuyork andererseits. 
Von dem anderweitigen, durch Correspondenten des Museums vermittelten und ge- 
ßrderten Verkehr mit dem Anslsude berichten die Abschnitte über Ausstellungen, Erwer- 
bungen und Geschenke. Grosse Bedeutung für die Bereicherung der Sammlungen gewann 
die k. und k. Mission nach Ostasien, deren Mitglied, Hnfrnth v. Scherzer, Correspon- 
dent des Museums, in Indien, China und Japan zahlreiche und grossentheils Gir die 
Kenntnis: der Kunstteehnik und des Geschmacks in jenen Ländern hoehwiehtige Ankäufe 
liir das Museum besorgte. 
Fiir das Jahr 1870 erhielt das Museum eine Einladung nur Betheiligung nn der 
Ausstellung von Gegenständen des Hauswesens, welche Juni bis August in Kassel statt- 
finden soll und an der sich des Museum in angemessener Weise betheiligen dürfte. 
IV. 
Die Ausstellungen älterer Kunstgegenstände. 
Auch in diesem Jahre war es dem Museum verstattet, kostbare und für das Studium 
des Geschmacks und der Technik wichtige Arbeiten älterer Künstler und Kunsthandwerker 
aus dem Privatbesitze des s. h. Hofes, aus der kaiserl. Schatzkammer, aus dem 
Wsffenmuseum des Arsenals, aus der Haudzeichnungeusammlung Sr. k. Hoheit des 
Herrn Erzherzogs Albrecht den Besuchern vorzulegen, Ferner bildeten mit Geneh- 
migung Sr. k. Hoheit des Herrn Erzherzogs Wilhelm und Sr. Maj. des Königs 
von Hannover der Deutschordenssehatz und der Welfeuschstz die werthv 
vollsten Bestaudtheile der permanenten Ausstellung. Endlich vertrauten zahlreiche Privat- 
personen und Institute, in Wien wie ansserhslh desselben, dem Museum ältere Kunst- 
gegenstände zur zeitweiligen Ausstellung an; so: Graf A. Attems in Göre, Dr. Bech- 
tinger, Graf Bellegarde, Herr Cyrin. Graf Dürkheim in Linz, Frau v. Eckel 
in Brüssel, Graf Stephan Esz terhalzy in Pressburg, Capt. Fairholm in Bregenz, Herr 
Eich. Fischer in Paris, Dr. L. A. Frankl, Frau v. Friedland, Herr Fröschels in 
Hamburg, Herr E. Heck, Graf lL Heyos, Leget-Rath v. Jäger, Herr Kostner, 
Landesmuseum in Salzburg, Fürst Liechtenstein, Dr. Meyer, Herzdgl. 
Museum in Braunschweig, Bitter v. Neuberg, Herr Pawlensky in Prag, Herr 
Plaichinger, Herr Posonyi, Gräiin Potocka, Baron Bansonnet, Herr Rainer, 
Baron und Baronin Rosenfeld, Graf Schönborn, das Schottenstift, Frau Anna 
Bochor, die Stadtgemeinde Aussig, die Stadtgemeinde Znalm, Herr Stein- 
häuhl, Herr Trau, Herr Udiua in Venedig, Consul Ritter v. Welcher in Palermo, Graf 
Joh. Weldstein, Herr Walter, Fürst Ypsilanti, Graf Edmund Zicby. 
V. 
Die Ausstellung moderner Kuust- und lmlustriegegenstlnule 
und künstlerischer Entwürfe fiir solche war eben eo reich in Ansehung der Zahl wie der 
llunnigfnltigkeit der Gegenstände, erfuhr aber leider manche Beschränkung durch die un- 
genügenden Rnumverhältniuee. Schon seit Längerem erfreuen wir um der Thnteeche, des: 
innerhalb des österreichischen Stutes nicht leicht etwas Erheblichce Auf dem Gebiete der 
Kunstindustrie im weitesten Sinne vollendet wird, ohne dass der Kiinetler den Wunsch 
ausepräehe, sein Werk zunächst im Oesterr. Museum der Beurthelluug Sschvaretindiger 
und Kunltlreunde danubieten. Aber auch die Betheiligung der ausländischen Industrie 
wird eine immer lebhaften und denkt du Museum namentlich der stets regen Fürsorge 
seines Correspondeuteu: in Paris, des Herrn Hofuthel Bunn Smhwurg-Senborn, die 
Einsendung künßtleriicll und technisch höchst interessanter ireulösischer Fabriente. 
e
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.