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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 2)

 
 
Abb. 7. Toroberlichtgitter, St. Veiter Ring Nr. 55 in Klagenfurt, 181 1 
mehrfach durchdringenden Voluten bilden die Führung der rundbogigen 
Felder. Die Arbeit gehört der genannten Zeit an. 
3. TOR- UND TÜROBERLICHTGITTER. Diese waren ursprünglich 
für den offenen Einfall von Licht und Luft bestimmt, wurden aber 
später durch die leichtere Verwendung des Glases zu solchen Zwecken 
durch Verglasungen verdrängt. Auch bei alten Oberlichtgittem Findet 
sich zuweilen zum Schutze gegen die Zugluft eine später angebrachte 
Verglasung. Von den Toroberlichtgittern an kirchlichen Bauten ist das 
vorn ehemaligen Haupttor der Domkirche in Klagenfurt (Abb. 5) zu 
erwähnen. Vom Kreuzgange des einstigen Jesuitenklosters aus an der 
Westseite der Kirche hat sich ursprünglich der Haupteingang befunden. 
Bei der Umwandlung des Klosters für profane Zwecke wurden die Arkaden 
dieses Ganges verrnauert. In dem hierdurch entstandenen düsteren Korridor 
befindet sich nun das einstige I-Iauptportal. Das über demselben an- 
gebrachte Oberlichtgitter stammt aus der Zeit von 1723 bis r727, der 
Instandsetzung der Kirche nach dem großen Brande. Ein Kelch mit 
Blumen bildet das Mittelstück. Geschmückte Voluten umgeben dasselbe. 
In den Ecken des Feldes steigen Füllhörner auf, aus denen je eine Blume 
entspringt. Auf den beiden längeren horizontalen Elementen neben 
dem Kelche hängen Teppiche, die in Quasten endigen. Ein ein- 
facheres Motiv 
zeigt das Ober- 
lichtgitter der Kir- 
che am Kreuzber- 
ge bei Klagenfurt 
(Abb. 6), dessen 
Entstehung in die 
Mitte des XVIII. 
Jahrhunderts fällt. 
Es stellt eine Vo- 
lutenentwicklung 
aus der Mitte dar, 
wobei sich die die 
blattgeschmückten 
Volutenenden an 
Abb. 8. Ein Feld samt Eckzier vom Einfriedungsgitter des Brunnens im Hofe des _ _ _ _ 
Stiftes Viktring, 1675 dieKreisperiphex-ie
	        

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