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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 2)

UM 
an alten Friedhöfen so weit vertreten, daß die Entwicklung desselben 
deutlich verfolgt werden kann. Zu den ältesten und primitivsten Kreuzen 
gehören die am Friedhof in Maria Wörth. Nur durch Anhauen der Stäbe 
wurde der geringe Schmuck einiger Blattformen und bogenförmiger Haken 
erzielt. Am Friedhof in Weißenstein treten schon symmetrisch angeordnete 
Voluten als Kreuzschmuck auf. Zur größten Vollkommenheit steigert sich 
die symmetrische Anordnung der Volutenzier bei einem Kreuze (Abb. 21) 
am Friedhof in Pusarnitz. Die um das Mittelschild gebogenen, das Kreuz 
bildenden Zierstäbe enden nach drei Seiten in reizende Lilien, während 
dieselben am Fußende zu einem gewundenen Stab geformt werden. Die 
weitere Anordnung der Voluten gibt Zeugnis von einem geläuterten 
Geschmacke. Auf demselben Friedhofe finden sich Kreuze, bei welchen 
der Übergang zur vollständigen Einhüllung der Kreuzforrn durch Ornamente 
angebahnt wird. Die Anwendung des zum Teil geradlinigen Ornaments soll 
durch das Kreuz am Friedhof in Greifenburg (Abb. 22) veranschaulicht 
werden. Durch das Kreuz (Abb. 23) am Friedhof in Griffen wird die 
Hoffnung auf ein neues Leben mit dem auf der Kreuzspitze angebrachten 
Auferstehungssymbol angedeutet. Ein Kreuz mit reicherer Dekoration und 
Bischofsfiguren auf der Verdachung findet sich im Lokalmuseum in Villach 
(Abb. 24). 
Um schließlich noch ein Beispiel aus der jüngsten Periode wieder- 
zugeben, wird in Abbildung 25 ein Kreuz vorn aufgelassenen Friedhof in 
St. Paul veranschaulicht. 
 
DAS GRABDENKMAL GEORG SCHOMBERGS 
VON LADISLAUS EBER-BUDAPEST S0 
AS Interesse an dem großen Bildhauer Nikolaus von 
Leyen ist besonders seit der im Jahre 1910 er- 
schienenen Monographie August Richard Maiers 
in steter Zunahme begriffen und es sind von 
verschiedenen Seiten Versuche gemacht worden, 
das dürftige CEuvre des Meisters durch Zuweisung 
unbekannter Werke zu bereichern. Nun hat 
Wilhelm Vöge mit Recht eine größere Vorsicht 
in dieser Hinsicht empfohlen und die charak- 
teristischen Merkmale des Stils des Künstlers auf 
Grund seiner authentischen Werke darzustellen 
versuchtf Dennoch bleibt die gar zu geringe Zahl der bekannten Werke 
des Künstlers geradezu auffallend und daher das Bestreben, jenen noch 
weitere anzureihen, wohl erklärlich. Zwei volle Jahrzehnte lang hat Nikolaus 
"F Vöge, Über Nikolaus Gerhaert und Nikolaus von Hagenau (P) in Zeitschrift für bildende Kunst, 
N. F. XXIV, S. 97 E.
	        

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