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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 2)

Salzburger Volkskeller. Wandmalereien von Bertold Löß" 1er, architektonischer Teil von Professor josef Hoffmann 
Farben an gewissen Stellen leitmotivisch wiederkehren und eine Art 
koloristischen Rhythmus den Raum durchwaltet. 
Aus dem getönten Grunde sind unregelmäßige, weißgrundige Medaillons 
ausgespart, die je nach ihrem Platze zwischen Getäfel, Plafond, Fenster und 
Türen bald die Form eines aufrechten Vierecks, eines gestreckten Querovals 
und so weiter haben; sie sind die Träger der figuralen Darstellungen (mit 
oft überlebensgroßen Figuren). Alle diese Medaillons sind mit rundlichen 
Randzacken gesäumt, die bald gelb, bald rot, bald waschblau sind: lauter 
Farben, die in den iiguralen Malereien immer wiederkehren. Dagegen sind 
die Zacken an den äußeren Rändern der bemalten Wände schwarz. In 
den grauen Fond zwischen den großen figuralen Medaillons sind noch viele 
kleinere, gleichfalls weißgrundige Medaillons mit der stilisierten Darstellung 
von Vögeln, Schmetterlingen und Fischen und zahllose schwarzkonturierte, 
weißblühende Streublumen eingeordnet. 
Erinnert schon diese Rhythmisierung der Farbe an Hodler, so wird man 
auch durch das konsequente Festhalten am Flächenstil und durch die 
energische Konturierung der Figuren, Bäume, Niveaux und so weiter an den 
Schweizer Regenerator der modernen Freskenmalerei (Löfilers Wandgemälde 
sind übrigens gar keine richtigen „Fresken", sondern al secco gemalt) gemahnt. 
Wie bei I-Iodler sind die Figuren nicht körperlich abgerundet, ist nirgends
	        

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