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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 2)

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Salzburger Volkskeller. Wandmalereien von Bertold Löffler, architektonischer Teil von Professor josef Hoffmann 
Der Fleischton dieses wie der andern Riesen ist hellbräunlich. Der Zwerg 
(rechts oberhalb von Kaiser Karl) hat ganz den bekannten Habitus der Zwerge 
in Löfilers reizendem „Märchen von Schneewittchen und den sieben 
Zwergen" (Wien, 1913) und in den Keramiken des Künstlers. 
Die brennende Fackel des Riesen links ist einfach übereck gemalt. 
Hier, an der fensterdurchbrochenen, der Straße zugewandten Langseite 
des Saales setzt sich die Darstellung zunächst in einem echt Löfflerschen 
Putto fort, der unter einem blauen Regenschirm Reißaus nimmt: einer 
lustigen „Allegorie" des Salzburger Schnilrlregens. Es folgen in größeren 
Medaillons, von Schmetterlingen umflattert, Flora und Pomona; diese 
salzburgisch-rokokomäßig aufgefaßt, jene in einen seltsamen Reform- 
schlafrock. Pomona mit dem gelben Strohhut, rotem Mieder, dunkel- 
grauem Rock und hellgelben Schnallenschuhen erinnert an die bekannten 
reizvollen schäferlichen Zeichnungen Löfflers aus dem Jubiläumsfestzug 
(Wiener Werkstätte), während das von bunten Blumen überquellende 
Füllhorn Floras ein dankbares keramisches Lieblingsmotiv des Künstlers 
in Erinnerung ruft. 
Auf die Abfolge der Jahreszeiten, in deren Gefolge die Göttinnen des 
Blühens und des Fruchtens erscheinen, deutet ohne weiteres verständlich 
der Putto mit dem Stundenglas im Medaillon über dem zweiten Fenster.
	        

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