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so gmssartlger Weise fiir die Ausstellung , dass diese eben so glanzend als instmctiv es 
werden verspricht. Es sei erlaubt, auf die besonders prächtigen Stücke, welche im Anf- 
u-ugs Sr. Majestät des Kaisers angefertigt werden, auf die vollständigen Zimmereinrich- 
tungen, welche von mehreren Gruppen von industriellen hergestellt werden,- anf eine ge- 
deckte Tafel mit allem Zubehör u, s. m. schon jetzt hinzuweisen. 
Für die Ausschmiickung des Gsbüudes sind in hervorragender Weise thiitig die 
Künstler Laufbergsrj, Eiseumenger, Ignaz Schliubrunner, Iselln, O. König, 
Melnitaky, Pohorny, Dstoma. 
XIII. 
Kunstgewerbaschulc. 
Die Zahl der Zöglinge dieser Anstalt stieg auf 139, u. z.! 98 ordentliche Schüler, 
41 Hospitanten. Diese ZiEer vertheilt sich auf die verschiedenen Classen so: Vorberei- 
tungsclassc 73 (darunter 17 Schülerinnen), Architektursehule I3, Schule für ügurales 
Zeichnen 13, für Blumenmalerei 19 (6 Schülerinnen), fiir Bildhauerei 21 (3 Schülerinnen). 
Es treten bei Brtflßlltllllg dieser Ziffern durchaus erfreuliche Umstände hervor, das 
bedeutende Ueberwiegen der ordentlichen Schüler über die Hospitanten, während anfangs 
die letzteren die Mehrzahl bildeten, - die lebhafte Betheiligung junger Damen an dem 
Unterrichts (26 gegen 8 lrn ersten Jahre), die Steigerung in der Frequenz der Fachschulen, 
welche sich nun ordnun gemäss aus der Vorbereitungsclasse recrurircn. 
Die Berichte der ehrer über Besuch und Fortschritte sowohl in den Zeicheu- und 
Modellirstunden wie in den Vorlesungen über Projections- und Schattcnlehre, Styllehrs, 
Farbenchemie, Anatomie sprechen sich im allgemeinen auf's günstigste aus. 
Den Bestrebungen und Leistungen der Schule ist in verschiedener Form die auf- 
munterndste Anerkennung geworden. Die Stiftung des Baron Louis v. Haber-Lins- 
berg einerseits uud die Thi-itigkeit der „Gesellschaft zur Förderung der Kunst- 
gewerheschule" andererseits gestatteten neuerdings eine Anzahl bedürftiger talent- 
voller Zöglinge mit Stipendien zu bedenken. Der Bericht der "Gesellschaft" über das 
zweite Jahr ihres Bestehens weist zu früher angegebenen 24.000 d. weitere 2000 d. an 
Gründungsbeixrligen und 3750 Jahresbeiträge aus. 18 Schüler erhielten Stipendien im 
Gesammtbetrage von 2955 8., ausserdem wurden 182 d. an Uuterstiihungen, Schulgelderu 
und für Lehrmittel gezahlt. 
Gleichzeitig mehrt sich fortwährend die Nachfrage nach Musterzeiehnern, welche 
in der Kunstgewerbsschulo ausgebildet worden und die Professoren der Anstalt wie die 
fortgeschrittsnersn Schüler sind ausser Stande, allen Anforderungen zu genügen, welche 
von Fabrikanten und aus dem kunstsinnigen Publicum an sie gestellt werden, - gewiss 
der schlagendste Beweis Rir die Nothwendigkcit der Schule, wie für die Richtigkeit der 
Grundsätze, nach welchen sie geleitet wird. 
Das Oesterr. Museum steht an der Schwelle einer neuen Periode. Sieben Jahre 
rasüoser Arbeit haben es ungeachtet aller in den Verhältnissen gelegenen Hemmungen 
ermöglicht, eine ansehnliche Sammlung von Gegenständen der Kunst und der Kunstindu- 
strie, wie sie iiir die Zwecke der Anstalt geeignet sind, in Originalen oder Nachbildungen, 
eine wohlgeordnets Fachbibliothek und eine vorzügliche Sammlung von Ornamentstichen 
zusammenzubringen. Durch Gründung der Kunstgewerbeschule und Einilussnahme auf 
die Organisation von Fach- und Zeichenschulen in verschiedenen Kronlündern wurde die 
so wünschenswerthe Reform des Zeichenunterrichts, die Wiederbelebung und Förderung 
zahlreicher Kunstgewurbe angebahnt. Die Ausstellungen und Vorlesungen im Museum 
selbst wie an verschiedenen Industrieorten, die rege literarische Thäügkeit derAngehörigsn 
des Museums haben in allgemein erkennbarer Wlise dazu beigetragen, die Grundsätze der 
Geschmaoksvsrbesscrung au verbreiten. und im In- und Auslands ist von allen compes 
tenten Stimmen den Bestrebungen des Museums Anerkennung in reichem Masse au Theil 
ewordcn. 
g Der Zustand des Provisoriums ist zu Ende, die schönen und ausgedehnten Blume 
des neuen Hauses werden eine systematische Aufstellung der Sammlungen, die bisher un- 
möglich, gestatten, und es werden der Anstalt hodentlich auch die Mittel nicht versagt 
werden, um allmählich jene Vollständigkeit der Musterarbeiten und der literarischen Hilfs- 
mittel zu erreichen, welche vorläufig noch bei den reicher doürten Instituten fremder 
Länder gesucht werden muss. 
 
Selbstverlag des Museums. lseldnsaud von (Jul Donald's sann In wlsa
	        

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