MAK
IX. 
Personalien. 
Se. k. Hoheit der Erzherzog Prntector hat das Ehrenamt eines Correspondenten 
verliehen den Herren Hamdy B ey, Getrernl-Commissar der h. Pforte zur Weltausstellung, 
Dr. H. Brugsch, General-Commisssr von Ae ten, Jonkheer Hehirich v. Sieb old, Dr. 
Eugene Dngnee in Lüttich, Delegirten der b: gischen Regierung zur Weltausstellung. 
Herr Custos Fr. Lippmann erhielt auf sein Ansuchen eine Stellun extra statum. 
ln Folge dessen wurde Herr Dr. Albert llg zum Custos ernannt, worau Herr Rudolf 
Hoffmann zum zweiten Oflicial verrückte und der bisherige Feuerwerker Herr Carl 
Bernat die zweite Ofricialstelle erhielt. ' 
Aus Anlass ihrer Betheiligung an der Weltausstellun wurde dem Prdf. J. Storclt 
der Orden der Eisernen Krone lll. Cl., den Professoren F. aufberger und O. König 
das Ritterkreuz des Frunz-Jnsephsordens verliehen. Durch a h. Entschliessnng vom 
26. Dezember 1873 vi-urden der Director des Museums, Hofrath v. Eitelberger, und 
der Vice-Directur, Reg.-Rath Falke, in Anerkennung ihres ausgezeichneten Wirkens, 
ersterer mit dem Ritterkreuz des Leopoldsurdena, letzterer mit dem Orden denliisernen 
Krone lll. Cl. ausgezeichnet. ' . 
- X. 
Kunstgaworhesuhule. 
Die Statirtik des Schulbesuehes weist im Wintersemester 11872173 x92 Schüler aus 
und zwar 112 ordentliche Schiller und 8c Hospitanten, im Sundersemester 1873-138, 
wovon xoz ordentliche Sdruler und 36 H03 Tanten. Auf dieninzelnen Cllsea-t verthdilen 
sich diese folgendermaßen. Arahitelttursc ule: im Winter 16 Schüler, im Sommer 
15 Schüler; 3.Schulerirmen;' Bildhsuerschuiet. in beiden Semestern er Schiller; Blumen- 
rnnlerschnle: in beiden Semestern 1o Schüler und} Schnlerinnen; Schule inr ligurales 
Zeichnen: im Winter 26 Schüler, im Sommer 15 Schüler, 1 Schülerin; Vorbereitungs- 
schule: im Winter 90 Schiller, 25 Schülerinnen, im Sommer 5a Schiller, 17 Schülerinnen. 
In Würdigung des Missverhaltnisses zwischen dem vorhandenen Raume und dem 
Andrang: Lernbegieriger ist nunmehr der Bau eines eigenen Schulhauses neben dem Mu- 
seum seitens des h. Ministeriums genehmigt und die Uebergnbe des Baugrundes auch 
bereits erfolgt. ln etwa zwei Jahren durfte daher die Uebersiedlung der Schule in Räum- 
lichkeiten zu hoffen sein, welche der Schulerzahl entsprechen und zugleich die Möglichkeit 
der Einrichtung von Ateliers und Laboratorien für praktische Arbeiten gewähren. 
Die Stipendien für mittellose Zöglinge wurden abermals vermehrt und zwar stiftete 
das h. Handelsministerium drei Stipendien für Zöglinge der Spitzenindustrie im böhmischen 
Erzgebirge, zwei solche für die Stick- und Druckindustrie in Vorarlberg, zwei für Xylo- 
graphen. Desgleicheriwurde eine Reihe von Stipendien personlich verliehen, insbesondere 
an Candidnten des Zeichenlehramts , welche zu ihrer weiteren Ausbildung den Cursus an 
der Kunstgewerbeschule mitmachen. Endlich wurde auch die von der n. o. Hiudels- und 
Gewerbekammer im Jahre 1872 beschlossene Stihung eines Stipendiums im J. 1873 perfect. 
Graf Johann Weldstein, Cutator des Museums, setzte einen Pro's von 2000" H. aus 
auf ein in unserem Klima die Malerei ersetzendes Decorntionsrnittel für aussere Wnndhlchenl 
Die Gesellschaft zur Forderung der Kunetgewerbeschule, welche im Geschäftsjahre 
1873 eine Einnahme von 4459 d. hatte und ein Vermogen von 57,940 ßullßWlisl, verlieh 
abermals an siebzehn Zoglinge Stipendien. lm Jahre 1874 werden zum crstenrnal mehrere 
Zoglinge der Schule auf Kosten der Gesellschaft und unter Leitung des Prof. Storck 
eine Studienreise machen, um in Sudtirol und Oberitalien lnnendecoratiooen, Mobel etc. 
aufzunehmen. 
Fnr die Schuljahre 1873]}; und 1874175 hat Prof. Storck wieder die Direcüon der 
Schule übernommen. 
Wie in allen seinen Bestrebungen, so erfreute sich das Museum insbesondere in 
allen Angelegenheiten der Kunstgewerbeschule, neuestem in der Bnufrsge, des wohl- 
wollendaten Eutgegeniiornmens seitens der hohen Ministerien und andererkaiserlichen Be- 
horden, der Reichsvertretung, der Communalbehörden, der Handels- und Gewerbeknmrner. 
Mit dem wärmsten Danke. muss so kräftiger Forderung gedacht werden , welche der An- 
stalt es ermöglicht, ihr Ziel: Belebung der kunstgewerblichen Thätiglteit und Hebung des 
Geschmacks in dieser Richtung -- uuverruckt im Auge zu halten. 
v . 
Bolhnverln; u. muur. lllnnuu. 
 
inadnelävl vn cm Indern sa- u um.
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.